Connect with us

Medizin Heute

32-jährige Deutsche stirbt zehn Tage nach Astrazeneca-Impfung

Coronavirus

32-jährige Deutsche stirbt zehn Tage nach Astrazeneca-Impfung

Einer Frau aus Herford könnten die Nebenwirkungen des Serums zum Verhängnis geworden sein. Der Kreis nimmt den Fall sehr ernst – auch weitere Behörden ermitteln nun.

Löhne – Das Coronavirus breitet sich weiter rasend schnell aus, die Impfkampagne hingegen verläuft nach wie vor eher schleppend. Vor allem das Vakzin des Herstellers Astrazeneca sorgte in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen, eine geänderte Empfehlung für den Impfstoff sorgt nun erneut für ein schleppendes Impfen in Deutschland. Erste Thrombose-Fälle nach einer Impfung mit dem Vakzin machten auch in Deutschland die Runde, eine Mutter berichtet nun von dem Schicksal ihrer Tochter. Sie war nach einer Impfung im Februar verstorben, lange bevor erste Berichte über kritische Todesfälle ans Licht kamen.

Tod nach Astrazeneca-Impfung: Mutter berichtet vom Schicksal ihrer 32 Jahre alten Tochter

Wie die Mutter der verstorbenen 32-Jährigen gegenüber Welt berichtet, sei ihre Tochter am 25. Februar mit dem Astrazeneca-Vakzin geimpft worden. Als Psychologin in einer Rehaklinik im westfälischen Löhne sei die junge Frau verhältnismäßig früh bei der Impf-Kampagne an der Reihe gewesen. Wie ihre Mutter im Gespräch mit Welt erklärt, habe die junge Frau bereits am nächsten Tag starke Kopfschmerzen gehabt. Da Dana O. jedoch regelmäßig unter Migräne gelitten habe, sei dies zunächst nicht ungewöhnlich gewesen. Für ihre Impfung sei ihre Migräne-Erkrankung jedoch kein Ausschlusskriterium gewesen, Ärzte am Impfzentrum habe Dana O. darüber in Kenntnis gesetzt.

Für ihre Migräne-Erkrankung habe die junge Frau auch Medikamente eingenommen, bei den nach der Impfung auftretenden Kopfschmerzen habe es sich jedoch um einen viel intensiveren Schmerz gehandelt. Dieser sei wie aus dem Nichts aufgetreten und die üblichen Medikamente hätten diesmal auch nicht gegen die Schmerzen geholfen. Die Kopfschmerzen seien auch nach rund einer Woche nicht verschwunden, die junge Frau verbrachte die meiste Zeit in ihrem Bett. Wie ihre Mutter weiter berichtet, habe sich die 32-Jährige teilweise sogar übergeben müssen.

Ob der Tod der jungen Herforderin mit dem Impfstoff von Astrazeneca zusammenhängt, untersuchen Mediziner der Universität Greifswald. Die 32-Jährige ist an einer massiven Hirnblutung gestorben.

Tod nach Astrazeneca-Impfung: Junge Frau leidet an schweren Kopfschmerzen – und liegt kurz darauf tot im Badezimmer

Wie die Mutter der verstorbenen jungen Frau gegenüber Welt weiter berichtet, sei ihr und der 32-Jährigen zu diesem Zeitpunkt eine Komplikation durch die Impfung nicht in den Sinn gekommen. Und tatsächlich: die ersten Thrombose-Fälle nach einer Astrazeenca-Impfung werden erst im März an die Öffentlichkeit getragen. Täglich habe sich die Frau dann um ihre Tochter gekümmert, sie mit dem Nötigsten versorgt und sie besucht. Als Dana O. jedoch am Morgen des 9. März auf keine Nachricht und keinen Anruf reagiert, öffnete die Mutter die Wohnungstür.

Wie die Mutter dann im Gespräch mit Welt schildert, lag ihre Tochter bereits leblos im Badezimmer. Trotz sofortiger Alarmierung der Rettungskräfte kommt für die junge Frau jede Hilfe zu spät, die 32-Jährige wird für tot erklärt. Eine anschließende Obduktion offenbart: als Todesursache kommt nur eine Hirnblutung infrage. Die Ursache für die Hirnblutung ist zu diesem Zeitpunkt jedoch noch unbekannt. Wie Petra O. in dem Gespräch weiter erklärt, seien wenige Tage später erste Thrombose-Fälle durch die Nachrichten publik geworden. Genau eine Woche nach dem Tod ihrer Tochter wird das Astrazeneca-Vakzin zum ersten Mal vorübergehend ausgesetzt.

Tod nach Astrazeneca-Impfung: Mutter zeigt sich von Lauterbach-Aussage entsetzt

Noch am gleichen Abend wird das Thema auch in der Talkshow „Hart aber fair“ aufgegriffen. Wie Petra O. weiter erklärt, habe vor allem eine Aussage für Fassungslosigkeit bei der Mutter gesorgt. „Ich saß völlig fassungslos vor dem Fernseher“, beschreibt die Frau den Moment, als Gesundheitsexperte Karl Lauterbach verdeutlicht, dass das Land ein paar wenige Menschen, welche durch Impfungen sterben könnten, hinnehmen müsse.

Wie die Mutter der Verstorbenen erklärt, könne der Arzt der jungen Frau ausschließen, dass die Migräne-Medikamente für die Hirnblutung verantwortlich sein könnten. Die 32-Jährige habe auch an keinen schweren Vorerkrankungen gelitten, die Anti-Baby-Pille habe sie ebenfalls nicht zu sich genommen. Noch während Deutschland prüft, ob die Impfungen mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca fortgeführt werden können, bekommt Petra O. einen Anruf von einer Ärztin des Kreisgesundheitsamts. Diese erklärte der Mutter, dass die Gewebeproben ihrer Tochter nun von Experten Uniklinikum Greifswald untersucht werden würden. Diese Experten verkündeten nur Tage darauf einen Durchbruch: sie konnten tatsächlich einen Zusammenhang zwischen den Thrombose-Fällen und der Astrazeneca-Impfung nachweisen.

Tod nach Astrazeneca-Impfung: Endgültige Gewissheit steht noch immer aus

Obwohl die Ärztin Petra O. am Telefon gesagt habe, dass das endgültige Ergebnis noch ausstehe, sei davon auszugehen, dass der Tod der 32-Jährigen ein „Impfschaden“ gewesen sei. Auch Wochen nach dem Tod ihrer Tochter hat Petra O. noch immer keine endgültige Gewissheit. Wie die Experten nämlich rausgefunden hatten, starb Dana O. nicht an der bislang bekannten Hirnthrombose. Bei der jungen Frau sei die Todesursache eine Hirnblutung gewesen.

Wie die dpa berichtet, wurden bei 2,7 Millionen verabreichten Astrazeneca-Dosen 31 Verdachtsfälle einer sogenannten Hirnvenenthrombose gemeldet. Davon verliefen neun Fälle tödlich. Nun sollen Forscher jedoch auch anders gelagerten Todesfällen nachgehen, die aus ganz Deutschland gemeldet worden waren. Ein Zusammenhang zwischen dem Tod der jungen Frau und der Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff kann bislang offiziell nicht bestätigt werden. Für ihre Mutter die nächste große Tragödie. Petra O. verdeutlicht gegenüber Welt, dass sie einfach nur Gewissheit erlangen wolle.

Im März hatten sich Berichte über schwere Nebenwirkungen und Todesfälle nach einer Impfung mit dem Vakzin gehäuft. So verzeichnete beispielsweise NRW einen Todesfall und eine schwere Erkrankung nach der Impfung mit dem Impfstoff. Und auch in Rostock wurde ein Todesfall nach einer Impfung registriert, eine Klinikmitarbeiterin wurde wenige Tage nach der Verabreichung für tot erklärt. Doch nicht nur Deutschland verzeichnet solche kritischen Fälle, auch Dänemark und Italien haben bereits erste schwere Nebenwirkungen gemeldet. Ein Zusammenhang zwischen der Astrazeneca-Impfung und den schweren Nebenwirkungen konnte auch in diesen Fällen bislang noch nicht nachgewiesen werden.

Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Continue Reading
You may also like...
Click to comment

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

More in Coronavirus

To Top