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Wir sind nicht unverträglich gegen Gluten, sondern gegen Glyphosat

Ernährung

Wir sind nicht unverträglich gegen Gluten, sondern gegen Glyphosat

Eine Studie macht das Herbizid ‚Roundup‘ des US Agrochemie-Riesen Monsanto (mittlerweile zu BAYER gehörig)  für Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) und deren epidemieartige Ausbreitung verantwortlich.

„Die Zöliakie-Krankheit und generell die Glutenintoleranz sind weltweit ein wachsendes Problem, vor allem aber in Nordamerika und Europa, wo schätzungsweise 5% der Bevölkerung daran leiden“, schrieben Forscher in einer Metaanalyse von fast 300 Studien.

„Wir sind der Ansicht, dass Glyphosat, der Wirkstoff des Herbizids Roundup®, der wichtigste Kausalfaktor für diese Epidemie ist“, ergänzen sie.

Die im Jahr 2013 in der Fachzeitschrift Interdisziplinäre Toxikologie veröffentlichte Studie wurde von den Medien bis auf Mother Earth News und The Healthy Home Economist nahezu vollständig ignoriert.

Nun, da Glyphosat die Aufmerksamkeit erhält, die es verdient, indem es als Verursacher in einer 280 Millionen Dollar schweren Krebsklage in den USA benannt und von der Weltgesundheitsorganisation und dem Staat Kalifornien als krebserregend eingestuft wird, ist es wohl an der Zeit, sich die Rolle dieser Chemikalie bei einer damit zusammenhängenden Krankheit anzusehen:

Die Symptome der so genannten „Glutenintoleranz“ oder Zöliakie sind den Symptomen bei Versuchstieren, die Glyphosat ausgesetzt wurden, in schockierendem Umfang ähnlich, argumentieren die Autoren der Studie, Anthony Samsel, ein unabhängiger Wissenschaftler, der als Berater der US-Gesundheitsbehörde EPA über Arsenverschmutzung und für die US-Küstenwache im Bereich chemische Gefahrenabwehr tätig war, und Stephanie Seneff, eine leitende Forscherin am Massachusetts Institute of Technology   (MIT), einer privaten Forschungsuniversität in Cambridge.

Sie weisen auch auf eine kürzlich durchgeführte Studie hin, wie Glyphosat das Verdauungssystem von Fischen beeinflusst. Es verminderte Verdauungsenzyme und Bakterien, störte die Schleimhautfalten, zerstörte die Mikrovilli-Struktur in der Darmwand und erhöhte die Schleimabsonderung.

„Diese Merkmale erinnern stark an Zöliakie“, schreiben Samsel und Seneff.

Darüber hinaus ist die Zahl der Menschen, bei denen Glutenunverträglichkeit und Zöliakie diagnostiziert wurden, mit dem zunehmenden Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft gestiegen, insbesondere mit der jüngsten Praxis, Getreide direkt vor der Ernte in das Herbizid zu tränken, was in den 1980er Jahren begonnen hatte und in den 1990er Jahren zur Routine geworden war:

Während manche vermuten, dass der jüngste Anstieg der Zöliakie (der ausweislich der obigen Grafik um das Jahr 2000 herum begann) einfach auf bessere Diagnosemöglichkeiten zurückzuführen ist, deuten neuere Studien darauf hin, dass mehr dahinter steht.

Im Jahr 2009 suchten Forscher nach Glutenantikörpern in gefrorenem Immunserum, das sie zwischen 1948 und 1954 für die Herstellung von Glutenantikörpern gewonnen hatten, und verglichen sie mit Proben von Menschen heute. Dabei stellten sie fest, dass die Häufigkeit von Zöliakie in der jüngeren Generation um das Vierfache zugenommen hat.

Als weiteren Beleg nennen die Forscher die folgenden Punkte:

„Zöliakie ist mit einem Ungleichgewicht bei Darmbakterien verbunden, das vollständig durch die bekannten Auswirkungen von Glyphosat auf Darmbakterien erklärt werden kann.“

„Zöliakie ist mit der Beeinträchtigung von Cytochrom P450 Enzymen verknüpft. Von Glyphosat ist bekannt, dass es Cytochrom-P450-Enzyme hemmt.“

 

„Defizite bei Eisen, Kobalt, Molybdän, Kupfer und anderen seltenen Metallen, wie sie mit Zöliakie einhergehen, können auf die starke Fähigkeit von Glyphosat zurückzuführen sein, diese Elemente in Komplexen zu binden.“

„Die mit Zöliakie assoziierten Mängel bei Tryptophan, Tyrosin, Methionin und Selenomethionin stimmen mit der bekannten Abreicherung dieser Aminosäuren durch Glyphosat überein.“

„Patienten mit Zöliakie haben auch ein bekanntes erhöhtes Risiko für ein Non-Hodgkin-Lymphom, das auch mit der Exposition von Glyphosat in Verbindung gebracht wurde.“

„Das Auftreten des Non-Hodgkins-Lymphoms hat in den meisten westlichen Ländern in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Statistiken der Amerijanischen Krebsgesellschaft zeigen einen Anstieg von 80% seit den frühen 70er Jahren, als Glyphosat erstmals auf dem Markt eingeführt wurde. “

„Reproduktionsprobleme im Zusammenhang mit Zöliakie, wie Unfruchtbarkeit, Fehlgeburten und Geburtsfehler, erklären sich ebenfalls durch Glyphosat.“

Die Glyphosat-Rückstände in Getreide, Zucker und anderen Feldfrüchten steigen in letzter Zeit wahrscheinlich an, da die Getreidetrockung unmittelbar vor der Ernte zunimmt, sagen die Forscher. Diese heimliche, illegale Praxis ist seit den 1990er Jahren bei konventionellen Landwirten zur Routine geworden.

Ironischerweise erhöht diese Praxis die Erträge, indem die Ernten getötet werden. Kurz bevor die Pflanzen absterben, setzen sie ihre Samen frei, um ihre Art zu verbreiten:

„Die Pflanze sät quasi aus, während sie zu sterben beginnt. Mit letzter Kraft setzt sie das Saatgut frei “, sagte Seneff gegenüber The Healthy Home Economist.

DIE MORAL DER GESCHICHTE: Wir müssen ohne Glyphosat leben, nicht ohne Gluten. Und das bedeutet, ökologisch zu sein, besonders wenn es um Getreide und Tiere geht, die diese Körner fressen. Nun, Sie werden möglicherweise eine Weile ohne Gluten leben müssen, bis Sie Ihren Darm geheilt haben.

Verwandter Artikel:

Weltgesundheitsorganisation bestätigt: Glyphosat ist krebserregend [Video]

Verweise:

Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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3 Comments

3 Comments

  1. Meinrad Hurst

    März 7, 2019 at 6:35 pm

    „…insbesondere mit der jüngsten Praxis, Getreide direkt vor der Ernte in das Herbizid zu tränken, was in den 1980er Jahren begonnen hatte und in den 1990er Jahren zur Routine geworden war“ <–Das ist wohl eine totale Fehleinschätzung und -interpretation. Zu der benutzten Bildmontage (soll das Getreide sein?)äussere ich mich besser nicht…

  2. M. Hurst

    März 7, 2019 at 6:41 pm

    „Diese heimliche, illegale Praxis ist seit den 1990er Jahren bei konventionellen Landwirten zur Routine geworden.“ Diese Praxis (wenn es denn eine war,)war überhaupt nicht illegal und heimlich. Wie kommt der Verfasser darauf?

  3. H.G.

    Mai 7, 2019 at 2:09 pm

    Jo, kommt hin – genau um diesen genannten Zeitraum haben meine diesbezüglichen Beschwerden angefangen.

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