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Großangelegte Studie bestätigt: das Rauchen von Tabak, und nicht Cannabis, erhöht das Schlaganfall-Risiko um das Fünffache

Cannabis

Großangelegte Studie bestätigt: das Rauchen von Tabak, und nicht Cannabis, erhöht das Schlaganfall-Risiko um das Fünffache

Multivariable Modelle zeigen, dass das Rauchen von Tabak, und nicht etwa Cannabiskonsum, stark mit dem Risiko eines Schlaganfalls vor dem Alter von 45 Jahren in Verbindung steht.

Im Jahr 2013, am weltweiten ‘No Tobacco Day’, warnte die Europäische Gesellschaft für Kardiologie, dass das Rauchen von Tabak das Risiko von Herzerkrankungen und Schlaganfall bei Menschen unter dem Alter von 50 um das Fünffache erhöht, und das Risiko bei Menschen im Alter von über 60 verdoppelt. Das Rauchen von Tabak zu verhindern, ist die kostengünstigste Art und Weise, Herz-Kreislauf- Erkrankungen zu behandeln und zu verhindern, schlussfolgerten die Forscher.

Nach den jüngsten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), tötet Tabak rund 6 Millionen Menschen pro Jahr – das ist bis zur Hälfte seiner Raucher. Das Rauchen von Tabak, ursächlich für mehr als 1 Billion US Dollar an Kosten für das Gesundheitswesen und für entgangene Produktivität, wird nach Schätzungen der WHO bis zum Jahr 2030 mehr als 8 Millionen Menschen jährlich töten.

Während die Welt im Allgemeinen besorgt darüber ist, wie tödlich Tabak ist, gibt es sehr wenig Aufmerksamkeit dafür, wie Cannabis heilen kann

Laut einer Studie an 49.321 schwedischen Männern, die zwischen 1949 und 1951 geboren und im Alter von 18 bis 20 Jahren zum Militärdienst eingezogen wurden, erhöht Cannabiskonsum das Risiko eines frühen Schlaganfalls nicht, ganz anders als das Tabakrauchen es tut.

Der Konsum von Cannabis mehr als 50 Mal, so fanden die Forscher heraus, ist nicht mit einem erhöhten Risiko für einen Schlaganfall im Alter von 45 oder jünger verbunden. Intensivem Cannabiskonsum hatte man zunächst ein zweifach höheres Risiko für einen sogenannten ischämischen Schlaganfall, das heißt aufgrund von Mangeldurchblutung wegen blockierter Blutgefäße, zugeordnet, aber diese Verbindung erwies sich als nicht haltbar, nachdem die Forscher den Tabakkonsum der Teilnehmer berücksichtigten. Die Forscher stellten fest:

“Frühere Studien über Cannabis und Schlaganfall sind in erster Linie klinisch, retrospektiv und querschnittsorientiert. Wir haben den bisherigen Wissensstand erweitert, indem wir Cannabiskonsum in jungem Erwachsenenalter in Bezug auf das resultierende Risiko für einen Schlaganfall in verschiedenen Altergruppen umfassend untersucht haben.

“Wir fanden keinen offensichtlichen Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Schlaganfall, einschließlich eines Schlaganfalls bei Personen, die jünger als 45 Jahre sind. Das Rauchen von Tabak hingegen zeigte quer durch multivariable Modelle in der Studie eine eindeutige von der konsumierten Tabakmenge geprägte Verbindung zu einem Schlaganfallrisiko.”

Die Forscher gliederten die Teilnehmer in Gruppen auf, basierend auf ihrem Cannabis-, Tabak- und Alkoholkonsum. Sie folgten den Teilnehmern von 1971 bis 2009, um das erste Auftreten von tödlichen oder nicht-tödlichen Schlaganfällen zu bewerten.

Während dieses Zeitraums gab es 1.037 erstmalige Schlaganfälle, von denen 48% ischämische Schlaganfälle und 23% hämorrhagische (durch eine innere Blutung ausgelöste) Schlaganfälle waren. Zudem traten 192 erstmalige Schlaganfälle bei Teilnehmern ein, die jünger als 45 Jahre waren, davon waren 40% ischämische und 27% hämorrhagische Schlaganfälle.

Die Teilnehmer, die einen Schlaganfall hatten, neigten eher zu Übergewicht, waren starke Raucher / heftige Trinker, hatten geringe Herz-Lungen Fitness, einen niedrigen sozialen Status in der Kindheit, und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familienvorgeschichte

Die leitende Autorin der Studie, Dr. Anna-Karin Danielsson, vom Karolinska Institutet in Stockholm, erklärte, dass Männer, die mindestens 20 Zigaretten pro Tag rauchten, ein fünffaches Risiko für einen Schlaganfall vor dem Alter von 45 Jahren trügen, und mehr als das doppelte Risiko wenn sie ein Alter von 60 Jahren und darüber erreichten. Mehr als 90% des Schlaganfall-Risikos ging auf modifizierbare Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, schlechte Ernährung, geringe körperliche Aktivität und Bluthochdruck zurück, stellten Danielsson und ihr Team in ihrem Bericht im Journal ‘Stroke‘ fest.

Cannabis hat Heilkräfte

Es ist bewiesen, dass Tabak tötet, aber es ist auch erwiesen, dass Cannabis Menschen dabei hilft, mit dem Rauchen aufzuhören.

In einer Pilot-Studie – die als randomisierte, placebokontrollierte Doppelblind-Studie ausgelegt war (wobei mit Zufallszahlen und Scheinmedikamenten gearbeitet wird und sowohl der Teilnehmer als auch der Arzt in Unkenntnis ist) – , sollten die Auswirkungen der Nutzung von Cannabidiol (CBD) im Einzelfall bei Rauchern, die das Rauchen aufgeben wollten, untersucht werden. Das Ergebnis war, dass Teilnehmer, die den CBD-Inhalator erhalten hatten, 40% weniger Zigaretten pro Woche rauchten.

CBD, ein von Cannabis abgeleitetes Phytocannabinoid, ist frei von psychoaktiven Eigenschaften, aber es besitzt schmerzlindernde, entzündungshemmende, Geschwulst-hemmende und Tumor-hemmende Eigenschaften. Das Free Thought-Projekt bemerkt dazu:

“CBD ist wohl viel sicherer als die selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), die derzeit an Raucher verschrieben werden, die mit dem Rauchen aufhören wollen. Für SSRI’s gelten beispielsweise die von der US-Gesundsheitsbehörde FDA vorgeschriebenen Kennzeichnungsauflagen, die unter der Bezeichnung “Black-Box-Warn-Etikett” bekannt sind und die Verbraucher vor selbstmörderischen und gemeingefährlichen Anwandlungen und Handlungen warnen.

“CBD ist hingegen völlig natürlich, und ist offenbar eine Bedrohung für die US-Anti-Drogenbehörde DEA. Im Dezember 2016 machte die DEA den höchst umstrittenen Schritt, CBD-Öl als Betäubungsmittel der Kategorie 1 zu klassifizieren, zusammen mit Heroin und Kokain.”

Verweise:

Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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