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16 Gründe, warum Schwarzkümmel das ‚ultimative natürliche Heilmittel‘ ist

Forschung

16 Gründe, warum Schwarzkümmel das ‚ultimative natürliche Heilmittel‘ ist

Man stelle sich vor, dass die gleichen Ressourcen, die in die chemische Medizin fließen, stattdessen in die Naturmedizin investiert würden. Heilmaßnahmen mit Nahrungsmitteln haben große Erfolge gezeigt, weitaus mehr als einige unserer am häufigsten verschriebenen Medikamente, also warum verschreiben Ärzte eigentlich keine Lebensmittel?

Im vorigen Jahr erschien ein Artikel über Nigella Sativa (auch bekannt als Schwarzkümmel) mit dem Titel ‘The Remedy For Everything But Death’ [übersetzt: Das Ultimative Heilmittel]. Er beschreibt die Forschung über die zahlreihen Möglichkeiten, die Schwarzkümmel (Nigella Sativa) als potenziell lebensrettendes medizinisches Nahrungsmittel anbietet, und der Artikel wurde bereits über 700.000 mal in den Sozialen Medien geteilt.

In der Einleitung heißt es: „Dieser unscheinbare, aber immens wirkungsvolle Samen tötet MRSA [‚Krankenhausbakterien‘], heilt den mit chemischen Mitteln vergifteten Körper, stimuliert die Regeneration der sterbenden Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse von Diabetikern, und doch wissen zu wenige, dass er überhaupt existiert“, fasste der Artikel die von Experten überprüfte und veröffentlichte Forschung zu 10 der bemerkenswerten gesundheitlichen Vorteile dieses Samens zusammen:

Typ-2-Diabetes: Zwei Gramm Schwarzkümmel pro Tag führten bei menschlichen Probanden zu einer Verringerung des Nüchternglukoselevels, einer Verringerung der Insulinresistenz, einer Erhöhung der Beta-Zell-Funktion und einer Verringerung des glykosylierten Hämoglobins (HbA1c) [ also Hämoglobin, d.h. roter Blutfarbstoff, an das sich ein Molekül Zucker (Glukose) angelagert hat].

Helicobacter Pylori Infektion: Schwarzkümmel Samen besitzen eine klinisch nützliche Wirkung gegen Helicobacter Pylori (ein gramnegatives Stäbchenbakterium), vergleichbar mit einer dreifachen Therapie

Epilepsie: Die krampflösenden Eigenschaften von Schwarzkümmel sind seit langem bekannt. Eine Studie aus dem Jahr 2007 mit epileptischen Kindern, deren Zustand sich durch eine herkömmliche medikamentöse Behandlung nicht bessern ließ, ergab, dass ein wässriger Extrakt die Anfallsaktivität erheblich reduzierte konnte.

Hoher Blutdruck: Die tägliche Einnahme von 100 und 200 mg Schwarzkümmelextrakt zweimal täglich über einen Zeitraum von 2 Monaten hinweg zeigte bei Patienten mit leichtem Bluthochdruck eine blutdrucksenkende Wirkung.

Asthma: Thymochinon, einer der Hauptwirkstoffe von Nigella Sativa, ist dem Wirkstoff Fluticason in einem Asthmamodell bei Tieren überlegen. Eine andere Studie, diesmal an menschlichen Probanden, ergab, dass gekochte Wasserextrakte von Schwarzkümmel eine verhältismäßig gute antiasthmatische Wirkung auf befallene Atemwege zeigten.

Akute Mandelpharyngitis: Bei Mandel- oder Rachenentzündung (Halsschmerzen), meist durch Viren bedingt, wurde festgestellt, dass Schwarzkümmelkapseln (in Kombination mit Phyllanthus niruri) Halsschmerzen deutlich lindern und den Bedarf an Schmerzmitteln beim Menschen verringern.

Verletzung durch Chemische Waffen: Eine randomisierte [zufallsgesteuerte], Placebo-kontrollierte Studie mit durch chemische Waffen verletzten Patienten ergab, dass gekochte wässrige Extrakte von Schwarzkümmel die Symptome der Atemwege, das Keuchen in der Brust und die Testwerte für die Lungenfunktion verbesserten und die Notwendigkeit einer medikamentösen Behandlung reduzierten.

Dickdarmkrebs: Zellstudien haben ergeben, dass Schwarzkümmelextrakt bei der Unterdrückung des Wachstums von Dickdarmkrebs im Vergleich zum Chemoagens 5-Fluoruracil vorteilhaft ist und dabei zudem ein weitaus höheres Sicherheitsprofil aufweist. Getestet gegen Dickdarmkrebs bei Ratten, ohne beobachtbare Nebenwirkungen.

MRSA: Schwarzkümmel wirkt antibakteriell gegen klinische Isolate von Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus, den sogenannten berüchtigten „Krankenhausbakterien“.

Opiatabhängigkeit/-entzug: In einer Studie an 35 Opiatabhängigen wurde Schwarzkümmel als wirksame Therapie bei der Langzeitbehandlung der Opiatabhängigkeit erkannt.

Seitdem hat die biomedizinische Forschung zu Schwarzkümmel weiter zugenommen. Weitere 78 Studien wurden allein in den letzten 11 Monaten in den USA in der biomedizinischen Datenbank MEDLINE der National Library of Medicine veröffentlicht und zitiert.

 

Hier sind 16 weitere potenzielle gesundheitliche Vorteile, die der wachsenden Liste hinzugefügt werden können:

  1. Wirksamkeit gegen Strahlenschäden: Nigella Sativa Öl und sein Wirkstoff Thymochinon schützen das Gehirngewebe vor durch Strahungseinwirkung ausgelöstem nitrosativem Stress.
  2. Schützt vor Schäden durch Herzinfarkt: Ein Thymochinonextrakt aus Nigella Sativa schützt vor Schäden durch plötzliche Herzanfälle.
  3. Verhindert Morphinabhängigkeit/-toxizität: Ein Alkoholextrakt aus Nigella Sativa reduziert die mit Morphin einhergehende Vorliebe für einen bestimmten Platz innerhalb einer Testkammer, ein Indiz für Morphineinwirkung, -abhängigkeit und -toleranz.
  4. Verhindert mit Diabetes verbundene Nierenschäden: Ein Thymochinonextrakt aus Nigella Sativa hat schützende Wirkungen bei diabetischer Nierenerkrankung.
  5. Verhindert postoperative Adhäsionen [Verklebungen]: Die Abdeckung der Bauchfelloberfläche mit Nigella Sativa Öl nach einer Bauchfellverletzung zeigte im Experiment Wirksamkeit, um die Bildung von Adhäsionen zu verringern.
  6. Verhindert mit Alzheimer einhergehende Neurotoxizität [schwere Nervenerkrankung]: Ein Thymochinonextrakt aus Nigella Sativa wirkt schützend bei Diabetikern und beugt im Zellmodell Neurotoxizität und durch Aβ1-40 bedingtem Zelltod vor.
  7. Unterdrückt das Wachstum von Brustkrebs: Ein Thymochinonextrakt aus Nigella Sativa hemmt das Tumorwachstum und bewirkt programmierten Zelltod (Apoptose) in einem Brustkrebs-Xenotransplantat im Versuch mit Mäusen.
  8. Wirksam gegen Psoriasis [Schuppenflechte]: Der Alkoholextrakt von Nigella Sativa-Samen zeigt im Einklang mit seiner medizinischen Verwendung in der traditionellen Medizin eine antipsoriatische Wirkung.
  9.  Beugt Hirnpathologie bei Parkinson’scher Krankheit vor: Ein Thymochinonextrakt aus Nigella Sativa schützt kultivierte Neuronen vor αSN-induzierter synaptischer Toxizität, einer Erkrankung, die man im Gehirn von Parkinson-Patienten und bei Lewy-Demenz beobachtet.
  10.  Tötet hochaggressive Glioblastom-Hirntumorzellen ab: Ein Thymochinonextrakt aus Nigella Sativa zeigt Wirksamkeit beim Abtöten von Glioblastomzellen.
  11.  Tötet Leukämiezellen ab: Ein Thymochinon aus Nigella Sativa bewirkte im Laborversuch mitochondrienvermittelte Apoptose bei akuter lymphatischer Leukämie.
  12.  Unterdrückt das Wachstum von Leberkrebs: Ein Thymochinonextrakt aus Nigella Sativa beugt chemisch verursachtem Krebs in einem Versuch mit Ratten vor.
  13.  Verhindert diabetische Pathologien: Ein Wasser- und Alkoholextrakt aus Nigella Sativa in geringen Dosen senkt den Blutzuckerspiegel und verbessert die Regeneration der Bauhspeicheldrüsen, was auf seinen Wert als Therapeutikum bei der Behandlung von Diabetes Mellitus hinweist.
  14. Unterdrückt das Wachstum von Gebärmutterhalskrebszellen: Ein Thymochinonextrakt aus Nigella Sativa zeigt in einer Gebärmutterhalskrebs-Zelllinie antimikrobielle, apoptotische und zellschützende Eigenschaften.
  15.  Verhindert durch Blei verursachte Hirnschäden: Ein Thymochinonextrakt aus Nigella Sativa lindert im Versuch durch Blei verursachte Hirnschäden bei Sprague Dawley-Ratten.
  16. Tötet orale Krebszellen ab: Ein Thymochinonextrakt aus Nigella Sativa bewirkt in oralen Krebszellen den programmierten Zelltod (Apoptose).

Warum ist ein so wirkungsvoller Samen noch nicht im Visier der meisten medizinischen und ernährungswissenschaftlichen Fachkreise? Wir wissen bereits, dass Sesamsamen sich gegenüber Tylenol bei der Reduzierung von Arthritisschmerzen als überlegen erwiesen hat und Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in einer Weise reduzieren kann, die Statin-Medikamente übertrifft, und wir wissen, dass Leinsamen Brust- und Prostatatumore schrumpft, doch über den Nutzen von Schwarzkümmel wird immer noch nur unzureichend berichtet und  werden seine Vorzüge nicht genutzt.

Interessanterweise hat Nestlé, der in der Schweiz ansässige globale Lebensmittelkonzern-Gigant, trotz dieses toten Winkels und wie zur Bestätigung des immensen Potenzials von Schwarzkümmel, im Jahr 2010 ein Patent auf die Verwendung von Nigella Sativa zur Vorbeugung von Lebensmittelallergien beantragt (Nestlés internationale Patentveröffentlichung WO2010133574). Dieser offensichtliche Versuch, das traditionelle Wissen und die traditionelle Verwendung des Pflanzensamens oder -extrakts zu nutzen, sollte, wenn er als Lebensmittelzutat oder Arzneimittel verwendet wird, das geistige Eigentum von Nestlé sein.  Laut einem Informationspapier des Third World Network von Juli 2012:

„Die Patentansprüche des Schweizer Riesen erscheinen ungültig, da die traditionelle Verwendung von Nigella Sativa die Patentanmeldung von Nestlé eindeutig vorwegnimmt, und die Wissenschaft der Entwicklungsländer hat diese traditionellen Anwendungen bereits validiert und die medizinischen Eigenschaften von Schwarzkümmel entsprechend wissenschaftlich beschrieben, die Nestlé als seine eigene „Erfindung“ beanspruchen will.

Nestlé behauptet, eine Opioidrezeptor-stimulierende Verbindung zur Behandlung oder Vorbeugung von Allergien zu verwenden, insbesondere Thymochinon, und speziell Thymochinon in Form von Nigella Sativa Pflanzenmaterial (Samen). Die Art der Nahrungsmittelallergie mit dem größten Fokus ist Magenverstimmung und Durchfall.“

Die gute Nachricht ist, dass noch kein solches Patent die Zulassung erhalten hat, und dieses Lebensmittel ist weiterhin frei erhältlich.

 

Verweise:

Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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