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Wissenschaftler entdecken aggressive Coronavirus-Mutation, wodurch Impfstoffe nutzlos werden könnten

Aggressive Coronavirus-Mutation könnte Impfstoffe nutzlos machen

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Wissenschaftler entdecken aggressive Coronavirus-Mutation, wodurch Impfstoffe nutzlos werden könnten

Ein in Indien identifizierter Coronavirusstamm weist eine Mutation auf, die das Rennen um die Entwicklung eines Impfstoffs untergraben könnte.

Die Perspektive, dass SARS-CoV-2, das „neuartige“ Coronavirus, das für die Auslösung der Krankheit COVID-19 verantwortlich ist, möglicherweise mutiert und sich entwickelt, während es sich weiterhin auf der ganzen Welt ausbreitet, ist für die wissenschaftliche Gemeinschaft eine so schreckliche Aussicht, dass medizinische Experten wie Dr. Anthony Fauci – weithin anerkannt als einer der weltweit führenden Experten für Infektionskrankheiten und Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases [Staatliches Institut für Allergien und Infektionskrankheiten] in den USA – es zu vermeiden scheint, sich überhaupt mit dem Thema zu beschäftigen.

Auf die während einer der ersten Pressekonferenzen der Arbeitsgruppe des Weißen Hauses gestellte Frage nach der Möglichkeit einer Virusmutation hatte Dr. Fauci der Öffentlichkeit versichert, dass Wissenschaftler „keine Beweise“ für irgendwelche Mutationen gefunden hätten. Doch die Aussicht, dass eine mutierte Version des Virus während der Grippesaison im nächsten Jahr zurückkehren könnte, bereitet Virologen schlaflose Nächtse durch den Albtraum, mit der fieberhaften Suche nach einem wirksamen Impfstoff möglicherweise wieder bei  Null anfangen zu müssen.

Das Problem ist, dass Impfstoffe oft nicht so wirksam gegen Viren sind, die mutieren, so wie es das Grippevirus in jeder Saison tut (und weshalb wir uns Jahr für Jahr erneut gegen Grippe impfen lassen).  Und nun heißt es in einer neuen wissenschaftlichen Arbeit, die – wie die meisten in der Presse zitierten Forschungsarbeiten zum Coronavirus – noch nicht von Fachkollegen begutachtet wurde, dass in einer in Indien gesammelten Probe des Virus eine Mutation festgestellt wurde, die für Forscher, die derzeit an einem Impfstoff arbeiten, ernsthafte Probleme verursachen könnte.

„Die Überwachung der Mutationsdynamik von SARS-CoV-2 ist entscheidend für die Entwicklung wirksamer Ansätze zur Eindämmung des 21-Pathogens. Durch die Analyse von 106 SARS-CoV-2- und 39 SARS-Genomsequenzen haben wir den direkten genetischen Nachweis erbracht, dass 22 SARS-CoV-2 eine viel niedrigere Mutationsrate als SARS aufweist. Die Analyse der Entwickungsphase des Stammes zeigte den mutmaßlichen ursprünglichen Status von SARS-CoV-2 und die Ausbreitungsgeschichte im Frühstadium. Die unterschiedlichen Entwicklungsverläufe für das Spike-Protein und die it-Rezeptor-Bindungsdomäne belegen eine bereits zuvor berichtete strukturelle Umgestaltung vor dem Auftreten von SARS-CoV-2. Gleichwohl haben wir festgestellt, dass das Spike-Glykoprotein von SARS-CoV-2 besonders resistent ist. Wir haben eine Mutation indentifiziert, die zu einer schwächeren Rezeptor-Bindungsfähigkeit in einer SARS-CoV-2-Probe führte, die man am 27. Januar 2020 in Indien entnommen hatte.“

Die bedrohliche Entdeckung unterstreicht, wie das zerstörerische Potenzial des Virus wahrscheinlich mit den Launen seiner weiteren Entwicklung verknüpft ist.

Glücklicherweise schien das Team eine frühere Erkenntnis eines Forscherteams in Italien zu bestätigen, wonach das Coronavirus „eine viel geringere Mutationsrate und genetische Vielfalt“ als SARS aufweist, was bedeutet, dass ein Impfstoff wahrscheinlich weite Teile der Bevölkerung behandeln kann, bevor er unwirksam wird, wenn sich das Virus verändert und weiterentwickelt.

Diese neue Erkenntnis zeigt jedoch, dass es bei der Entwicklung eines Impfstoffs nicht nur auf die Geschwindigkeit der Mutation ankommt, sondern auch auf die konkrete Art der Veränderungen.

Viele Experten gehen davon aus, dass die Entwicklung eines Impfstoffs bis zu zwei Jahre dauern könnte, und manche lokale Verantwortliche warnen, dass das Leben wahrscheinlich erst dann wieder vollständig zur Normalität zurückkehren wird, wenn ein Impfstoff für die Massenproduktion zur Verfügung steht.
Allerdings könnte eine Mutation diesem Prozess einen Strich durch die Rechnung machen und den Prozess der Entwicklung eines brauchbaren Impfstoffs in ein „Katz-und-Maus-Spiel“ verwandeln – oder zumindest die Zeit bis zur Entwicklung des ersten Impfstoffs erheblich in die Länge ziehen.

 

 

 

Und hier geht’s zu unserem Artikel mit dem Coronavirus-„Live-Tracker“ – die Zahlen in Echtzeit und weltweit

 

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Verweise:

Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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