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Ärzte haben zum ersten Mal einen Menschen offiziell eingefroren und wiederbelebt

Forschung

Ärzte haben zum ersten Mal einen Menschen offiziell eingefroren und wiederbelebt

„Ich möchte klarstellen, dass wir nicht versuchen, Leute zum Saturn zu schicken.“

Eines der größten Probleme bei der Erforschung der entlegensten Regionen des Weltraums ist die schiere zeitliche Dimension. Ohne einen Durchbruch in der Physik, der es ermöglicht, Menschen in einen Zustand des Scheintods zu versetzen (oder schneller zu werden als die Lichtgeschwindigkeit), wird dies nicht möglich sein.

Aber jetzt sieht es so aus, als hätten die Mediziner Fortschritte gemacht, indem sie Menschen tatsächlich eingefroren und wiederbelebt haben. Samuel Tisherman, Professor an der School of Medicine der Universität von Maryland, hat ein Team geleitet, das tatsächlich einen Menschen in eine Art Scheintod versetzt hat.

 

[übersetzt:]  Zum ersten Mal werden Menschen mit einem Prozess, der das Gehirn kühlt und das Blut durch eine Eislösung ersetzt, in einen Schwebezustand versetzt. Der Prozess wurde in Studien an der Universität von Maryland durchgeführt.

 

Tisherman erzählte dem Wissenschaftsmagazin New Scientist, dass er das Blut eines Menschen durch eine eiskalte Kochsalzlösung ersetzt habe. Er bezeichnete die ganze Veranstaltung als „ein wenig skurril“. Der Patient wurde dann aus dem Kühlsystem entnommen und für einen zweistündigen chirurgischen Eingriff in einen Operationssaal gebracht, bevor sein Blut wiederhergestellt und sein Körper wieder auf seine normale Temperatur erwärmt wurde.

Tisherman sagt, dass er in einem neuen wissenschaftlichen Artikel, der im Jahr 2020 erscheinen wird, einen vollständigen Bericht über das Verfahren erstellen wird. Sein Ziel ist es, das Leben lang genug zu unterbrechen, um eine Notoperation durchführen zu können, nicht so sehr, um die Technologie etwa für Zwecke der Raumfahrt zu nutzen.

Erster Mensch eingefroren und wiederbelebt

Er erinnerte sich an die Geschichte eines jungen Mannes, der, nachdem er erstochen worden war, nicht schnell genug zur Operation gebracht werden konnte: „Er war nur wenige Minuten zuvor ein gesunder junger Mann, dann war er plötzlich tot. Wir hätten ihn retten können, wenn wir genug Zeit gehabt hätten. Ich möchte klarstellen, dass wir nicht versuchen, Leute zum Saturn zu schicken. Wir versuchen vielmehr, uns mehr Zeit zu verschaffen, um Leben zu retten.“

Aber es ist natürlich nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Kommentare kommen werden,  wie man es für die Raumfahrt verwenden könnte und einige Leute beginnen werden, es so für die Interessen ihrer eigenen Öffentlichkeitsinteressen zu nutzen.

Tisherman hat keine Angaben darüber gemacht , wie viele Studien vor diesem erfolgreichen Versuch stattgefunden haben. Das Experiment hatte den Segen der US-Gesundheitsaufsichtsbehörde, die auf das Erfordernis der Einwilligung des Patienten verzichtete, da dieser Patient auf keine andere Weise gerettet werden konnte. Das größte Hindernis bleibt die Begrenzung des Gesundheitsschadens bei der Wiedererwärmung des Patienten – soganannte Reperfusionsverletzungen.

Erster Mensch eingefroren und wiederbelebt

„Wir haben noch nicht alle Ursachen für Reperfusionsverletzungen identifiziert“, erläuterte Tisherman.

Doch auf die eine oder andere Weise ist die „Zukunft“, die wir uns nur in Filmen vorstellen konnten, anscheinend schon unmittelbar vor unserer Haustür …

 

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Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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