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Die Langzeitwirkungen von Marihuana auf das Gehirn

Cannabis

Die Langzeitwirkungen von Marihuana auf das Gehirn

Die Universität von Texas in den USA hat ihre Forschungen zu den Langzeiteffekten von Marihuana veröffentlicht.

Während die meisten Ländern immer noch gegen Marihuana sind, ist eine zentrale Frage bei dessen Legalisierung, wie sich langfristiger Marihuanakonsum auf das menschliche Gehirn auswirkt. Obwohl Alkohol trotz hunderter von Beweisen für die Gefahren aus seinem langfristigen Konsum legal bleibt, wird beim Kampf um die Verfügbarkeit von Marihuana sowohl in Bezug auf seine medizinischen Eigenschaften (insbesondere bei der selektiven Abtötung von Krebszellen) als auch auf nicht-medizinische Anwendungen häufig auf die verschiedenen Behauptungen über die Auswirkungen von Marihuana auf den Freizeitnutzer abgestellt.

Strukturelle Unterschiede im Gehirn von einem Cannabis-Konsumenten (r.) zu einer Person, die kein Cannabis konsumiert (l.).

Es gibt bisher relativ wenig Studien, welche die Auswirkungen des Cannabiskonsums auf das menschl. Gehirn untersuchen.

Glücklicherweise kann die Debatte endlich aus dem Bereich der Meinung hin zu wissenschaftlichen Beweisen übergehen, da Forscher der Universität von Texas mittlerweile ihre Forschung über die langfristigen Auswirkungen des Marihuanakonsums auf das Gehirn in PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences) [übersetzt: Berichte der nationalen Akademie der Wissenschaften] veröffentlicht haben.

Die Forscher trugen somit dazu bei, den sterbenden Mythos zu zerstreuen, dass Marihuana den Intelligenzquotienten senke, und sie lieferten tatsächlich weitere Beweise für den potenziellen Beitrag von Marihuana bei der Bekämpfung von Alzheimer. Die Forschung ergab, dass ein früherer Beginn von regelmäßigem Marihuanakonsum zu einer besseren strukturellen und funktionellen Vernetzung im Gehirn führt. Deutlichen Konnektivitätssteigerungen stellen sich ein, wenn eine Person mit Marihuana beginnt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Intensität und Menge des Konsums in direktem Zusammenhang mit einer stärkeren Vernetzung steht.

Die Auswirkungen von Cannabis auf das menschl. Gehirn sind noch weitestgehend unerforscht. Doch es gibt bereits einige Ergebnisse von ersten Studien.

Obwohl diese Ergebnisse noch im Rahmen einer weiter angelegten Stichprobe bestätigt werden müssen (die hier erörterten Erkenntnisse beruhen bislang auf rund 100 Teilnehmern), scheinen die vorläufigen Ergebnisse vielversprechend zu sein. Es muss noch weiter geforscht werden, um zu sehen, ob diese Unterschiede wirklich durch den langfristigen Gebrauch von Marihuana verursacht werden oder lediglich eine Begleiterscheinung sind. Die Forscher fanden zudem weniger graue Substanz im OFC bei Langzeitkonsumenten. Bei diesem soganannte Orbitofrontalkortex handelt es sich um eine für die Ausprägung des Suchtverhaltens zuständige Gehirnregion. Es ist noch unklar, ob diese Gehirnregion bei normalen Nutzern einfach kleiner ist (was ihren regelmäßigen Gebrauch erklärt), oder ob der Gebrauch tatsächlich zu strukturellen Hirnveränderungen beigetragen hat. Diese Ergebnisse müssen desweiteren mit anderen Forschungen verglichen werden, die zeigen, dass Cannabinoide das Gehirnzellwachstum (Neurogenese) sogar bei Erwachsenen fördern.

 

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Verweise:

 

Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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1 Comment

1 Comment

  1. Klaus K.

    Februar 26, 2019 at 7:17 am

    Ich weiß schon, warum ich im Alter von 14 Jahren meine erste Tüte geraucht habe. Ich kiffe jetzt seit fast 40 Jahren fast täglich.

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