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Diese supereinfache Atemtechnik kann helfen, Angstzustände und Depressionen zu lindern

Gesundheit

Diese supereinfache Atemtechnik kann helfen, Angstzustände und Depressionen zu lindern

Eine kleine Studie hat ergeben, dass Atemtechniken bei schweren Depressionen und Angstzuständen helfen können.

Die Atmung ist eine der am meisten unterschätzten und wenig genutzten Heilmethoden. Das Atmen ist für uns selbstverständlich, natürlich, unbewusst, wir tun es ohne nachzudenken, weshalb wir es im Allgemeinen nicht als einen Weg betrachten unseren Stress, unsere Angstzustände und Depressionen zu lindern. Etwas so Einfaches wie das Atmen kann sogarMenschen helfen, die unter schweren psychischen Problemen leiden.

Es gibt viele Formen des Atmens, es gibt die bekannte holotrope Atmung, die vom Iceman selbst, Wim Hof, populär gemacht wurde. Eine andere Technik, ist die transformative Atmung ist und wird in diesem Artikel vorgestellt, sie wird auch resonante Atmung oder kohärente Atmung genannt, beide Begriffe sind übrigens geschützt.

Diese besondere Art der Atmung entstand aus jahrelangen Studien über die alten Atemübungen der Ureinwohner auf der ganzen Welt, einschließlich jener aus afrikanischen, hawaiianischen und indianischen Traditionen.

Patricia Gerbarg, Assistenzprofessorin für Psychiatrie am New York Medical College, studiert die Technik bei ihrem Ehemann Richard Brown, Professor für klinische Psychiatrie an der Columbia Universität für Ärzte und Chirurgen. „Wir wollten ein kurzes Programm entwickeln, welches die Anwender innerhalb von fünf oder zehn Minuten sofort entlasten kann und das im Laufe der Zeit zu langfristigen Veränderungen führen wird“, erklärt die Professorin.

Die Studie

In einer Studie, die 2017 im Journal of Alternative and Complementary Medicine veröffentlicht wurde und von Forschern der Boston University durchgeführt wurde, wurden 30 Menschen mit schweren Depressionen gebeten, die Atemtechnik regelmäßig mit Iyengar Yoga zu üben. Nach 3 Monaten zeigten die Ergebnisse eines Standard-Depressionstests, dass die depressiven Symptome signifikant zurückgegangen waren.

Obwohl die Größe der Studie sehr klein war, ist es beruhigend zu wissen, dass so etwas wie der Atem allein dazu beitragen kann, Symptome einer schweren Depression zu lindern. Ohne die Hinzugabe von Pillen. Diese Technik ist besonders effektiv, da sie jederzeit und überall angewendet werden kann. Der Vorgang umfasste das regelmäßige Ein- und Ausatmen aus der Nase mit einer Geschwindigkeit von 5 Atemzügen pro Minute, wobei jeder Atemzug etwa 6 Sekunden dauerte. Es wird empfohlen, dies zu Beginn mit geschlossenen Augen zu üben. Sobald Sie es jedoch unter Kontrolle haben, können Sie es problemlos mit offenen Augen tun, d.h. während Sie fahren, während Sie sich in einer Besprechung befinden.

Der Atem sollte ruhig und sanft sein, da das Ziel darin besteht, den Sympathikus – Kampf oder Flucht – mit dem Parasympathikus – Ruhe- und Verdauungsbereich des Nervensystems in Einklang zu bringen. Interessanterweise war der erste Gedanke, als das Paar anfing, die Kraft des Atems zu untersuchen, dass dies zusätzlichen Sauerstoff an das Gehirn senden muss, der uns sonst möglicherweise gefehlt hätte. Sie wussten jedoch, dass mehr dahinter stecken musste, um die tiefgreifenden Auswirkungen zu erklären, die sie bei denen gesehen hatten, welche die Atemtechnik praktizierten. Einige Arten von Atemtechniken können tatsächlich auch die Menge an Sauerstoff auch verringern, die zum Gehirn gelangt.

Wie funktioniert es genau?

Gerbarg und Brown glauben, dass der Grund, warum diese Technik funktioniert, den Vagusnerven zu verdanken ist, denen, die das Gehirn mit dem Körper verbinden, und denen, die sagen, wann die Organe zu schlagen, zu verdauen, zu atmen haben. Das Paar hat auch herausgefunden, dass sogar sogar noch mehr Signale in entgegengesetzter Richtung vom Körper zum Gehirn gesendet werden. „Diese ‚umgekehrten‘ Botschaften beeinflussen stark die Stressreaktion, die Emotionen und die neurohormonellen Regulationsnetzwerke“, heißt es in einem Buch des Paares Yoga Therapy: Theory and Practice.

Laut Gerbarg ist „die Atmung die einzige autonome Funktion, die wir freiwillig steuern können“. Es sei leicht zu erkennen, wie eine Änderung des Atmungsmusters die vom Gehirn empfangenen Botschaften verändern kann.

Die Ruhe und der gleichmäßige Atem senden nach Ansicht von Gerbarg Botschaften der Sicherheit aus, die ängstliche oder depressive Gedanken abbauen und den Weg frei machen, liebevollere und verbundenere Emotionen zu spüren. Nebenwirkungen sind im Allgemeinen selten, aber diejenigen mit Asthma oder anderen Atembeschwerden sollten diese Praxis nur unter Anleitung eines ausgebildeten Fachmanns ausprobieren.

Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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