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7 nachgewiesene Gründe, warum wir mehr Blaubeeren essen sollten

Ernährung

7 nachgewiesene Gründe, warum wir mehr Blaubeeren essen sollten

Sogar mit der Menge von weniger als einer Tasse Blaubeeren (oder auch als Heidelbeeren bekannt) pro Tag lassen sich Herzkrankheiten, Krebs, Alterung des Gehirns und vieles mehr abwehren. Hier sind sieben gute Gründe, jeden Tag mehr Blaubeeren zu essen.

Frühling und Sommer sind die Hauptsaison für frische Blaubeeren.  Aber es gibt viele gute Gründe, sie das ganze Jahr über zu essen.  Blaubeeren bieten enorme gesundheitliche Vorteile in einer winzigen „Verpackung“.

Die Forschung belegt, dass sich sogar mit der Menge von weniger als einer Tasse Blaubeeren pro Tag Herzkrankheiten, Krebs, Alterung des Gehirns und vieles mehr abwehren lassen. Hier sind sieben gute Gründe, jeden Tag mehr Blaubeeren zu essen.

Blaubeeren haben vielerlei gesundheitliche Vorteile.

  1. Die Beeren stoppen Herzinfarkte

Laut einer Studie in Circulation, dem Journal der Amerikanischen Herz-Gesellschaft, können Frauen durch den Verzehr von mindestens drei Portionen Blaubeeren und Erdbeeren pro Woche vor einem Herzinfarkt bewahrt werden.  Forscher der Harvard School of Public Health [Schule für Öffentliche Gesundheit] und der Universität von East Anglia untersuchten die Essgewohnheiten von 93.600 Frauen im Alter von 25 bis 42 Jahren über einen Zeitraum von 18 Jahren hinweg.  Die Frauen waren Teil der Schwestern-Gesundheitsstudie II. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass sich bei Frauen, die drei oder mehr Portionen Blaubeeren und Erdbeeren pro Woche zu sich nahmen, ihr Herzinfarktrisiko um ein Drittel verringert hatte.

Und der Grund dafür müssen wirklich die Beeren gewesen sein.  Frauen, die sich reichhaltig mit anderem Obst und Gemüse ernährten, hatten nicht das gleiche reduzierte Herzinfarktrisiko.

Wer kann diesem leckeren Anblick schon widerstehen?

  1. Blaubeeren senken den Blutdruck

Blaubeern können tatsächlich Deinen Blutdruck senken. Die Forscher führten eine doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie an 48 Frauen nach der Menopause durch, die an anfänglichem oder Stufe-1-Bluthochdruck litten.  Jeden Tag erhielten die Hälfte der Frauen 22 Gramm gefriergetrocknetes Blaubeerpulver, was einer Tasse frischer Blaubeeren entspricht. Die andere Hälfte erhielt ein Placebo. Die Ergebnisse wurden im Journal der Akademie für Ernährung und Diätetik veröffentlicht.

Bereits nach 8 Wochen hatten die Frauen, die das Blaubeerpulver einnahmen, ihren Blutdruckwert signifikant gesenkt, und zwar den systolischen um 5,1% und den diastolischen um 6,3%.  Bei den Teilnehmerinnen mit der Placeboeinnahme zeigte sich keine Änderung.

Zusätzlich reduzierte das Blaubeerpulver die arterielle Verhärtung im Durchschnitt um 6,5%.  In der Placebogruppe wurde keine Veränderung festgestellt. Arterielle Verhärtung ist ein Symptom für Atherosklerose und sagt ein Herz-Kreislauf-Risiko voraus.  Es zeigt an, dass das Herz härter arbeiten muss, um Blut in die peripheren Blutgefäße hinein zu zirkulieren.

Die Forscher führten die positiven Effekte auf einen erstaunlichen Anstieg des Stickoxidspiegels im Blut um 68,5% bei den Frauen zurück, die das Blaubeerpulver einnahmen.  Es ist bekannt, dass Stickstoffmonoxid die Blutgefäße erweitert, was den Blutfluss erhöht und zu einer Senkung des Blutdrucks führt.  Diejenigen, die das Placebo erhielten, zeigten keine Veränderungen ihrer Stickoxidspiegel.

Auch in unserem Klima wachsend: Heidelbeeren/Blaubeeren.

  1. Wilde Blaubeeren steigern die Gefäßgesundheit

Eine Studie der Florida Staats-Universität ergab, dass eine tägliche Portion Blaubeeren der Schlüssel zur Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein könnte.

In einer anderen Studie haben Forscher aus England und Deutschland nachgewiesen, dass weniger als eine Tasse wilder Blaubeeren einen fast sofortigen und dauerhaften Einfluss auf die Durchblutung des Gefäßsystems im Körper haben kann. Je leichter Blut durch unsere Arterien und Venen fließt, desto weniger muss unser Herz arbeiten.

Sie führten zwei randomisierte, kontrollierte, doppelblinde Studien bei 21 gesunden Männern im Alter zwischen 18 und 40 Jahren durch.  In der ersten Studie tranken einige Männer unterschiedliche Mengen an Blaubeerpolyphenolen, die von 240 Gramm (3/4 Tasse) bis 560 Gramm (1,25 Tassen) wilder Blaubeeren reichten.  Die Teilnehmer der anderen Gruppe erhielten ein Getränk mit denselben Makro- und Mikronährstoffen, jedoch ohne Blaubeerpolyphenole.

Die Forscher maßen dann die Veränderungen durch den erleicherten „Blutfluss“ in den Körpern der Teilnehmer. FMD ist das wesentliche Kriterium zur Messung der Endothelfunktion. Das Endothel ist die Auskleidung der Blutgefäße. MKS gilt als guter Indikator für das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Sie fanden heraus, dass sich die Endothelfunktion verbesserte, wenn Blaubeerpolyphenole durch Enzyme in verschiedene Metaboliten zerlegt wurden. Die vorteilhafte Wirkung hielt mindestens 6 Stunden lang an.

Eine zweite Studie zeigte, dass sich der FMD-Wert dosisabhängig bis zu einer Menge, die etwa 240 Gramm wilder Blaubeeren entspricht, weiter verbesserte.  Dann blieben die vorteilhaften Auswirkungen auf diesem Niveau.  Mit anderen Worten, die Teilnehmer erlangten keinen zusätzlichen Nutzen für die Endothelfunktion, wenn sie etwa mehr als die Menge von drei Viertel einer Tasse wilder Blaubeeren aßen.

 

  1. Blaubeeren verhindern Krebs

Eine Studie in der Fachzeitschrift Nutrition Research ergab, dass sich bei täglicher Ernährung mit Blaubeeren die Zahl natürlicher sogenannter Killerzellen (NK) erhöht. NK-Zellen sind weiße Blutkörperchen, die eine wichtige Rolle bei der Abwehr des Immunsystems gegen fremde Eindringlinge wie Viren und Tumore spielen.  Sie scannen den Körper auf abnormale Zellen hin und zerstören sie, bevor sie sich zu Krebs entwickeln können.

Die Forscher teilten 25 träge Männer sowie Frauen nach der Menopause in zwei Gruppen ein. Jeden Tag erhielt eine Gruppe ein Placebo, während die andere 38 Gramm Blaubeerpulver erhielt. Die Pulvermenge entsprach 250 g frischem Obst.

Nach sechs Wochen verzeichnete die Blaubeergruppe einen signifikanten Anstieg ihrer NK-Zellen. Die Ergebnisse stimmten mit früheren Untersuchungen des gleichen Teams überein, wonach Heidelbeeren die NK-Zellzahl, den oxidativen Stress und Entzündunganfälligkeit bei trainierten Athleten verbessern.

Andere Untersuchungen zeigen, dass Blaubeeren reich an Antioxidantien sind, die zur Krebsprävention beitragen.  Antioxidantien neutralisieren freie Radikale, d.h. Atome, die eine ungerade Anzahl von Elektronen enthalten und äußerst instabil sind.  Freie Radikale können die Art von Zellschädigung verursachen, die eine großen Ursache bei der Krebsentstehung spielt.

Blaubeeren sind zudem reich an Anthocyanen. Diese Verbindungen geben Heidelbeeren ihre schöne Farbe. Sie erklären auch, warum Blaubeeren dazu beitragen können, die mit Krebs verbundenen Schäden durch freie Radikale zu verhindern.

 

 

  1. Die Beeren schützen die Lunge

Die Anthocyane in Blaubeeren schützen auch die Lunge bei zunehmendem Alter. Eine Studie im American Journal of Clinical Nutrition [Amerikanische Zeitschrift für Klinische Ernährung] folgte 839 Teilnehmern der Studie über Normatives Altern. Über 16 Jahre hinweg stellte sich heraus, dass Männer, die zwei oder mehr Portionen Blaubeeren pro Woche aßen, bis zu 37,9 Prozent weniger Lungenfunktionsstörungen aufwiesen als Männer, die keine oder nur sehr wenige Blaubeeren aßen.

 

  1. Die Beeren verbessern die Insulinempfänglichkeit

Eine doppelblinde, randomisierte und placebokontrollierte klinische Studie im Journal of Nutrition ergab, dass die in Blaubeeren enthaltenen bioaktiven Verbindungen die Insulinsensitivität verbessern.

Zweimal in der Woche hatten die Forscher 32 übergewichtige, nicht-diabetische, insulinresistente Patienten, die Smoothies mit, bzw. in der anderen Gruppe ohne, 22,5 g Heidelbeer-Bioaktivstoffe tranken. Nach sechs Wochen hatte die Blaubeergruppe ihre Insulinsensitivität gegenüber der Placebogruppe um den Faktor vier berbessert

In einer anderen randomisierten kontrollierten Studie der Oklahoma Staats-Universität konsumierten 48 Personen einmal täglich ein gefriergetrocknetes Blaubeer-Getränk bzw. ein Placebo-Getränk. Das gefriergetrocknete Getränk entsprach etwa 350 g (3,5 Tassen) frischen Blaubeeren. Nach acht Wochen stellten die Forscher fest, dass die Blaubeeren den Wert für das metabolische Syndrom verbessert hatten.

 

 

  1. Blaubeeren halten unser Gehirn jung

Eine Studie in den Annals of Neurology [Annalen für Neurologie] fand heraus, dass Anthocyane in Blaubeeren den Alterungsprozess des Gehirns um bis zu 2,5 Jahre verlangsamen können. Im Rahmen der Schwestern-Gesundheitsstudie haben Harvard-Forscher bei 16.010 Teilnehmerinnen ab 70 Jahren die kognitive Funktion gemessen. Auf der Grundlage von Fragebögen zur Ernährung gelangten sie zu dem Schluss, dass der Verzehr von mehr Heidelbeeren den kognitiven Verfall um bis zu 2,5 Jahre verlangsamte.

Es funktioniert auch für junge Leute.  In einer übergreifenden Studie in der Fachzeitschrift Nutrition konsumierten 14 Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren jeweils einen Blaubeerdrink oder ein Placebo. Zwei Stunden später absolvierten sie fünf kognitive Tests. Der Blaubeerdrink hatte die Leistungen beim Abruf einer Wörterliste aus dem Gedächtnis erheblich verbessert.

 

Wir sollten öfter Blaubeeren essen

Eine einfache Änderung unserer Ernährung durch Hinzufügen von Blaubeeren könnte sich erheblich auf unsere Herz-Kreislauf-Gesundheit, die Krebsprävention und unsere Gehirnleistung auswirken.

Blaubeeren sind neben Polyphenolen auch eine hervorragende Quelle für die Vitamine K und C, für Mangan und Ballaststoffe.

Wilde Blaubeeren sind besonders stark in ihrer vorteilhaften Wirkung. Sie sind kleiner als die kultivierten Versionen, die in unseren Supermärkten am häufigsten vorkommen, mit etwa der doppelten Anzahl von Beeren pro Pfund.  Sie haben desweiteren weniger Wasser und ein höheres Verhältnis von Haut zu Fruchtfleisch. Das heißt, die Wildvarianten haben ein intensiveres Aroma und einen etwas doppelt so hohen Gehalt an Antioxidantien.

In den Frühlings- und Sommermonaten sollte man frische Blaubeeren genießen.  Außerhalb der Saison kann man sie leicht gefroren oder getrocknet erhalten. Füge sie Salaten, Joghurt, Haferflocken oder Smoothies hinzu.  Oder iss einfach eine Handvoll dieser Superbeeren.

Viele Früchte werden jedoch stark mit Pestiziden behandelt. Daher sollte man aus Sicherheitsgründen stest Bio-Blaubeeren wählen.

 

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Verweise:

Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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