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Apotheker gegen Impfung in Apotheken

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Apotheker gegen Impfung in Apotheken

Der Thüringer Apothekerverband sieht keine Notwendigkeit dafür, dass Pharmazeuten in ihren Apotheken künftig auch impfen sollen. Verbandspräsident Stefan Fink kritisierte am Freitag in Weimar entsprechende Gesetzespläne des Bundesgesundheitsministeriums. Sinnvoller sei stattdessen eine engere Verzahnung von Apotheken und Arztpraxen bei der Impfberatung, sagte Fink zum Auftakt des Thüringer Apothekertages. So könnten die Pharmazeuten die Patienten beraten und sie bei Bedarf mit einer Impfempfehlung zu deren Hausarzt schicken.

Ein Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht vor, Grippe-Schutzimpfungen künftig auch in Apotheken zu ermöglichen. Apotheken und Krankenkassen sollen dafür regionale Modellprojekte über fünf Jahre entwickeln. Dabei ist auch die Schulung von Impfpersonal durch Ärzte vorgesehen.

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) kritisierte in Weimar zudem, dass der Gesetzentwurf kein Verbot des Internetversandhandels für rezeptpflichtige Arzneimittel vorsehe. Das drohe, zu einschneidenden Veränderungen in der Versorgungsstruktur zu Lasten der Vor-Ort-Apotheken zu führen. Fink verwies auf die Bedeutung örtlicher Apotheken gerade angesichts einer älter werdenden Bevölkerung.

 

In Thüringen gibt es laut Verband rund 530 Apotheken, die meisten sind inhabergeführt. (dpa)

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Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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