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Internationale Studie bestätigt: LDL-Cholesterin sagt nichts über Risiko von Herzerkrankungen aus – Lipidsenker wahrscheinlich nutzlos

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Internationale Studie bestätigt: LDL-Cholesterin sagt nichts über Risiko von Herzerkrankungen aus – Lipidsenker wahrscheinlich nutzlos

Eine kürzlich in der renommiertesten und weltweit führenden Fachzeitschrift für kardiovaskuläre Erkrankungen veröffentlichte internationale Studie bestätigt, was manche Experten seit langem sagen: LDL-Cholesterin ist kein genauer Hinweis auf zukünftige Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kein guter Indikator für die zugrunde liegenden Ursachen von Herzerkrankungen – als Folge davon sind cholesterinsenkende Medikamente im günstigsten Falle nutzlos, und im schlimmsten Fall gar herzschädigend, es gibt auch Indizien dafür, dass diese Alzheimer auslösen könnten.

Die im European Heart Journal [Europäisches Herz-Journal] veröffentlichte Studie mit dem (übersetzten) Titel ‚Entwicklung und Validierung eines kardiovaskulären Risikoschätzwertes auf Ceramid- und Phospholipidbasis für Patienten mit koronarer Herzkrankheit‘ wollte herausfinden, ob LDL-Cholesterin oder eine neue Klasse von Blutlipiden, die als Ceramidlipide bekannt sind, am besten geeignet sind, das Herzinfarktrisiko bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) vorherzusagen.

Tierische Produkte erhöhen den LDL-Cholesterinspiegel im menschlichen Körper.

Die Studie ergab, dass trotz der Annahme, dass alle KHK-Patienten ein gleichwertiges Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen haben, das 10-Jahres Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen eines KHK-Patienten tatsächlich jedoch zwischen 5% und über 20% schwankt.

Gegenwärtig sind LDL-Cholesterin unterdrückende Arzneimittel das wichtigste Instrument, um das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu identifizieren und es zu verringern.

Gleichwohl wurde nun festgestellt, dass LDL-Cholesterin bei der Identifizierung derjenigen Patienten mit höherem Risiko für kardiovaskulären Tod oder Herzinfarkt nicht wirksam ist:

„Der kritischste Biomarker im kardiovaskulären Bereich, LDL-C, zeigte eine sehr schwache Übereinstimmung bei der Vorhersage der Ergebnisse. Während LDL-C eine zentrale Rolle in der Ursachenforschung der Atherosklerose spielt, scheint sein Wert als Bioindikator in der Sekundärprophylaxe in allen Studien begrenzt zu sein.“

Ceramidlipid-Diagnosetests sind relativ neu, und die Studie verwendete ein System, das von Zora Biosciences Oy, einem finnischen Diagnoseunternehmen mit dem Namen CERT, entwickelt wurde:

„CERT (Cardiovascular Event Risk Test) [übersetzt: Risikotest für Herz-Kreislauf-Erkrankungen], mit dem das Risiko eines Herzinfarkts genauer bestimmt wird als mit Messungen auf der Basis von LDL-Cholesterin. CERT ermöglicht eine genauere Einteilung der Patienten in Risikogruppen als die derzeit verwendeten Lipidtests und bietet ein erweitertes Instrument zur Erfassung des Risikos. CERT und seine neueste Version CERT2 sind Blutuntersuchungen, bei denen Ceramidlipide massenspektrometrisch gemessen werden. Plasma-Ceramide stellen die nächste Generation klinischer Prognosen für unerwünschte Herzkreislauferkrankungen dar, die auf instabile atherosklerotische Ablagerungen zurückzuführen sind. Ceramide sind bioaktive Lipide, die eine zentrale Rolle bei der Integrität der Zellmembran, der Reaktion auf zellulären Stress, bei Entzündungen und beim Zelltod spielen.“ [Quelle]

 

Angesichts der Tatsache, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen die weltweit häufigste Todesursache sind, ist es ein tragischer Fehler, LDL-Cholesterin als Hauptursache für Herzerkrankungen zu identifizieren und dann Therapien zur Unterdrückung des LDL-Cholesterins, wie beispielsweise Statine, als Lösung zu fördern. Insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass Statine mehr als 300 Nebenwirkungen aufweisen, die in der biomedizinischen Literatur identifiziert wurden, einschließlich einer tiefgreifenden Kardiotoxizität, d.h. schädlicher Auswirkungen auf das Herz.

Auch aus ernährungsphysiologischer Sicht sind Tests auf Ceramidbasis besonders interessant. Zwei von drei im CERT2-Test ausgewählte Phospholipide enthielten mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren. Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass

„Sowohl DPA (22: 5) als auch Docosahexaensäure (22: 6) zur Omega-3 (n – 3) -Fettsäure-Reihe gehören, die verschiedene positive Wirkungen im Zusammenhang mit KHK haben kann, z. B. antithrombotische und entzündungshemmende Wirkungen“, zusätzlich zur positiven Beeinflussung des gesamten Fettstoffwechsels, der Herzfrequenz, des Blutdrucks und der Endothelfunktion.“

Die Studie zeigt also, dass bestimmte Ernährungsgewohnheiten, wie der Verzehr von Omega-3-Fettsäuren, positiv zu Ceramidprofilen beitragen können, die auf ein niedrigeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hinweisen, wie sich durch den CERT2-Risikotest herausgestellt hat. Könnte dies angesichts der umfangreichen Literatur über den therapeutischen Nutzen von Fischöl (eine der wenigen DHA-Quellen in der heutigen menschlichen Ernährung) für die Herz-Kreislau-Gesundheit darauf hinweisen, dass Fischöl möglicherweise eine natürliche Alternative zu cholesterinsenkenden Statin-Präparaten darstellt? Interessanterweise ist bereits berichtet worden, das Statine tatsächlich die kardiotherapeutischen Eigenschaften von Fischöl beeinträchtigen können, und wie Hersteller von Statin-Präparaten, wie etwa Pfizer, Studien finanziert haben, die versuchen, die Vorteile von Fischöl für das Herz in Misskredit zu bringen. Angesichts der neuesten Forschungsergebnisse und der bekannten Probleme mit dem statinbasierten Ansatz zur Vorbeugung von Herzkrankheiten ist eines richtig: Wenn LDL-Cholesterin kein genauer Hilfsindikator für das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist, dann wird der herkömmliche statinbasierte Behandlungsstandard durch die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht mehr länger gestützt.

 

 

 

Verweise:

Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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