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Über 6000 Grippe-Kranke in dieser Saison: 16 Tote

Gesundheit

Über 6000 Grippe-Kranke in dieser Saison: 16 Tote

Erfurt (dpa/th) – In der Grippe-Saison 2018/19 sind nach Angaben des Thüringer Gesundheitsministeriums insgesamt 6239 nachgewiesene Fälle von Virusgrippe (Influenza) registriert worden.

Die Auswertung umfasst aber nur einen kleinen Ausschnitt des Krankheitsgeschehens. Denn lediglich ausgewählte Praxen schicken Proben ein und nicht jeder Grippekranke geht zum Arzt. Die realen Fallzahlen liegen deshalb wahrscheinlich weitaus höher als die bisher gemeldeten 6334 bestätigten Grippefälle in dieser Saison. Die Statistik gilt dennoch als guter Gradmesser für die Grippe-Entwicklung. Bisher gab es in Deutschland 20 gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit Influenza.

In der vergangenen schweren Grippesaison waren rund neun Millionen Menschen wegen einer Influenza-Erkrankung zum Arzt gegangen. Vermutlich starben mehr als 20 000 Menschen durch Grippe, vor allem Ältere mit Vorerkrankungen. Für diese Saison standen in Deutschland rund 15,7 Millionen Impfdosen bereit. Es wurde noch weiterer Impfstoff aus anderen EU-Ländern zugekauft, weil das nicht ausreichte.

Todesfälle

16 Menschen starben an den Folgen der Erkrankung, wie das Ministerium am Sonntag auf Anfrage mitteilte. Dabei handelt es sich laut Ministerium um acht Männer und acht Frauen im Alter zwischen 66 und 93 Jahren. Knapp 700 Grippe-Patienten mussten wegen ihrer Erkrankung in einer Klinik behandelt werden.

 

Influenza virus hemagglutinin 1 (H9N2

Diese Zahlen geben allerdings nur ein unvollständiges Bild wieder. Weil Ärzte bei eindeutigen klinischen Symptomen oft auf eine zusätzliche Labordiagnostik zum Virennachweis verzichten, gehen Fachleute von einer höheren Dunkelziffer aus.

Im Vergleich zur Saison 2017/18 mit Rekordzahlen bei Erkrankungen und Todesfällen fiel die diesjährige Grippe-Welle deutlich milder aus. Damals waren in Thüringen mehr als 16 400 Influenza-Erkrankungen aufgetreten, 27 Menschen starben. Die jeweiligen Saisonzahlen umfassen den Zeitraum von Anfang Oktober bis Mitte April. Laut Ministerium wurden auch danach noch 54 labordiagnostisch bestätigte Erkrankungen gemeldet, die aber in die Statistik nicht mehr einflossen. Ihren Höhepunkt hatte die Grippe-Welle in Thüringen in der ersten März-Woche, danach flaute sie merklich ab.

Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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