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Medizin Heute

Warum wache ich nachts immer wieder auf?

Angst und Stress

Warum wache ich nachts immer wieder auf?

Fast jeder wird irgendwann in seinem Leben einmal mitten in der Nacht aufwachen. Für die meisten ist die Ursache harmlos und von lediglich kurzlebiger Natur, zum Beispiel, wenn man zur Toilette muss, weil man vor dem Schlafengehen eine große Menge Flüssigkeit zu sich genommen hat.

Ein regelmäßiges Aufwachen mitten in der Nacht kann jedoch problematisch werden, da es den Schlaf unterbricht.

Schlaf ist eine notwendige Funktion, die zur Regenerierung des Körpers beiträgt. Wenn man nicht genügend Schlaf bekommt, kann dies zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen und die kognitiven Funktionen, d.h. die Wahrnehmungsfähigkeit, beeinträchtigen.

Im Folgenden sind einige verbreitete Ursachen und mögliche Abhilfemaßnahmen für alle diejenigen aufgeführt, die häufiger mitten in der Nacht aufwachen.

Schlaf-Apnoe 

Eine Person mit Schlaf-Apnoe kann während der Nacht mehrmals aufwachen

Schlaf-Apnoe ist eine häufige Ursache für Schlafstörungen mit Aufwachen mitten in der Nacht. Aufgrund der ausgelösten flachen Atmung kann es vorkommen, dass jemand gleich mehrmals pro Nacht aufwacht. In vielen Fällen bemerken die Betroffenen nicht einmal, dass ihr Schlaf überhaupt unterbrochen ist.

Ein Patient mit Schlaf-Apnoe kann Symptome zeigen wie etwa:

  • Kopfschmerzen am Morgen
  • Nachts nach Luft schnappen
  • Tagesmüdigkeit
  • Schnarchen
  • Konzentrationsschwierigkeiten während des Tages

Behandlung und Maßnahmen

Wenn Schlaf-Apnoe die Ursache oder wahrscheinliche Ursache für ein häufiges Aufwachen mitten in der Nacht ist, wird der oder die Betroffene wahrscheinlich von einem Gesundheitsdienstleister an ein Schlafzentrum überwiesen. Sie können auch einen Behandlungsplan empfehlen, um die Schlaf-Apnoe zu behandeln.

Zu den Behandlungsoptionen gehören eine Operation, Atemwegsdruckgeräte oder ein Versuch mit oralen Hilfsmitteln zum Öffnen bzw. Erweitern der Atemwege.

Immer mehr Menschen leiden unter Schlaf-Apnoe, wissen es jedoch nicht.

Angst, Depression oder Sorge

Angstzustände und Depressionen können zu Schlaflosigkeit führen. Es kann auch umgekehrt wirken: Schlaflosigkeit selbst kann Angst und Depression verursachen.

Sowohl Angst als auch Depression erschweren es einem Menschen, seinen Geist zu beruhigen oder seine Denkprozesse zu beenden. Dies kann es schwierig gestalten, einzuschlafen und durchzuschlafen.

Behandlung und Maßnahmen

Wenn man sich ängstlich oder depressiv fühlt, sollte man mit einem Arzt sprechen. Es gibt verschiedene therapeutische Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, unter anderem:

Ein Gespräch mit einem Therapeuten

Einnahme von Medikamenten zur Behandlung von Angstzuständen oder Depressionen

Entspannungstechniken üben

Hausmittel gegen Angstzustände und Depressionen beinhalten oft Entspannungstechniken. Diese umfassen:

  • Beruhigende Musik abspielen
  • Regelmäßige sportliche Betätigung
  • Reduzierung der zu erledigenden Aufgaben
  • Meditation
  • Schaffen einer beruhigenden Umgebung im Schlafzimmer

Schlaflosigkeit

Schlaflosigkeit ist eine Erkrankung, bei der es für den Patienten schwierig oder unmöglich ist, einzuschlafen oder durchzuschlafen. Sie führt zu Tagesmüdigkeit und erschwert es den Betroffenen erheblich, ihren Tag zu meistern.

Schlaflosigkeit ist mit Depressionen und Angstzuständen verbunden und kann sowohl Ursache als auch Symptom dieser Zustände sein.

Behandlung und Maßnahmen

Es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen, mit denen man versuchen kann, den Schweregrad der Schlaflosigkeit zu verringern. Einige solcher Maßnahmen beinhalten:

  • Keine schweren oder würzigen Mahlzeiten vor dem Schlafengehen zu sich nehmen
  • Meditation
  • Regelmäßige körperliche Betätigung während des Tages
  • Kein Nickerchen tagsüber machen
  • Einen regelmäßigen Schlafplan einhalten
  • Eine sich wiederholende Tätigkeit außerhalb des Schlafzimmers ausführen

 

Harndrang

Medikamente und Trinken vor dem Schlafengehen können dazu führen, dass man nachts zur Toilette muss

Der Harndrang kann einen in der Nacht wecken. Obwohl einige Menschen in der Lage sind, dieses Bedürfnis zu verhindern, indem sie die Flüssigkeitsaufnahme am Abend reduzieren, haben andere dieses Problem aufgrund einer zugrunde liegenden Erkrankung.

Einige Faktoren, die nächtlichen Harndrang verursachen können, sind:

  • Schwangerschaft
  • Vergrößerte Prostata
  • Diabetes
  • Blasenprolaps
  • Blasenschwäche
  • Gewisse Medikamente

Behandlung und Maßnahmen

Die Behandlung hängt davon ab, warum jemand nachts Harndrang verspürt. Einige mögliche Lösungen für diese Probleme sind:

  • Begrenzung der Flüssigkeitsaufnahme vor dem Schlafengehen
  • Medikamente früher am Tag einnehmen oder wenn möglich durch andere ersetzen
  • Scharfe Speisen vermeiden

Wenn eine Schwangerschaft der Grund ist, warum man nachts zur Toilette muss, sollte dieses Symptom nach dem Ende der Schwangerschaft nachlassen.

 

Nachtängste

Eine Person, die Nachtängste erlebt, wacht möglicherweise nicht wirklich auf. Stattdessen schreien sie mitunter, schlagen um sich, weinen oder wirken verängstigt. Manchmal erinnert sich die Person nicht daran, was den Schrecken ausgelöst hat.

Obwohl Kinder am ehesten zu Nachtängsten neigen, sind durchaus auch Erwachsene betroffen.

Behandlung und Maßnahmen

Kinder wachsen normalerweise aus Nachtangstproblemen heraus, während sie älter werden. Die Eltern oder Betreuer sollten sich jedoch an einen Kinderarzt wenden, wenn:

  • das Kind tagsüber müde ist
  • das Kind bedroht wirkt, wenn der Schrecken auftritt
  • die Häufigkeit solcher Erlebnisse zunimmt
  • die Schrecken entweder das Kind oder andere im Haus aufwecken
  • die Folgen bis ins Erwachsenenalter hinein andauern

 

Übermäßige Wärme

Man schläft am besten, wenn die Körpertemperatur kühl ist.

Mitunter kann die Körpertemperatur zu sehr ansteigen. Bei vielen Menschen liegt dies daran, dass ihr Schlafzimmer zu warm ist. Bei anderen kann es an nächtlichen Schweißausbrüchen liegen.

Behandlung und Maßnahmen

Menschen, die in einer warmen Umgebung schlafen, sollten Maßnahmen ergreifen, um den Raum abzukühlen. Beispielsweise können sie eine Klimaanlage oder einen Ventilator verwenden oder eine Decke aus dem Bett nehmen.

Nachtschweiß kann aufgrund von Medikamenteneinnahme, Autoimmunerkrankungen, Infektionen oder Angstzuständen auftreten. Dann sollte man mit seinem Arzt über Möglichkeiten zur Behandlung der Grunderkrankung sprechen.

 

Bildschirmnutzung und Lärm

Untersuchungen zufolge kann das Licht von den Bildschirmen von Tablet-PCs und Smartphones vor dem Zubettgehen zu Problemen wie etwa einer Verringerung des Melatoninspiegels und einer Irritation der „inneren Uhr“ führen. Dies kann das Schlafen erschweren und bewirken, dass man mitten in der Nacht aufwacht.

Darüber hinaus können Geräusche von einem Fernseher, einem Mobiltelefon oder einem anderen elektronischen Gerät dazu führen, dass man aus dem Schlaf aufwacht.

Behandlung und Maßnahmen

Um diesen Problemen vorzubeugen, empfehlen Experten, die Verwendung elektronischer Geräte 30 Minuten bis 2 Stunden vor dem Zubettgehen einzustellen. Dadurch kann sich das Gehirn beruhigen und das Einschlafen fördern.

 

Verdauungsbeschwerden

Wenn Sie zu viel oder zu scharfes Essen zu kurz vor dem Schlafengehen essen, kann dies zu Schlafstörungen führen.

Verdauungsbeschwerden verursachen unangenehme Blähungen und Gase, die das Einschlafen erschweren und einen mitten in der Nacht aufwecken können.

Behandlung und Maßnahmen

Um nächtlichen Verdauungsstörungen vorzubeugen, sollte man kräftigere Mahlzeiten früher am Tag zu sich nehmen. Für Menschen, die vor dem Schlafengehen noch hungrig sind, ist ein leichter Snack die beste Wahl.

 

Wann man einen Arzt aufsuchen sollte

Ein Arzt kann ein Kind beurteilen, das häufig Nachtängste hat

Man sollte einen Arzt aufsuchen, wenn man:

  • häufig mitten in der Nacht aufwacht
  • eigentlich genug Schlaf bekommt, sich aber am nächsten Tag immer noch müde fühlt
  • bemerkt, dass der Partner Anzeichen von Schlaf-Apnoe zeigt
  • ein Kind mit schweren oder sich verschlimmernden Nachtängsten hat

Insbesondere sollte man jeder ungeklärten Müdigkeit nachgehen. Es kann nämlich sein, dass die Ermüdung auf eine nicht diagnostizierte medizinische Ursache zurückzuführen ist.

 

Allgemeine Tipps zur Schlafroutine

Es gibt mehrere Schritte, die man unternehmen kann, um seine Schlafroutine zu verbessern. Der Begriff Schlafroutine bezieht sich auf die Einrichtung der Umgebung und die Änderung einiger persönlicher Gewohnheiten, um das Schlafen zu erleichtern.

Einige Schritte zur Verbesserung der Schlafroutine sind:

  • Reduzieren oder Ausblenden von Licht durch Verwendung von Verdunkelungsvorhängen
  • Unnötige Elektronik aus dem Schlafzimmer entfernen
  • Einen Wecker vom Bett weg aufstellen
  • Nachts nur gedämfptes Licht erlauben, falls überhaupt
  • Elektronische Geräte mindestens ab 30 Minuten vor dem Zubettgehen nicht mehr verwenden
  • Einen Schlafplan konsequent einhalten
  • Kein Nickerchen tagsüber machen
  • Entwicklung einer entspannten Routine, um zu Bett zu gehen
  • Keine schweren Mahlzeiten vor dem Schlafengehen zu sich nehmen
  • Stimulanzien vor dem Schlafengehen vermeiden
  • Regelmäßige körperliche Betätigung während des Tages

 

Zusammenfassung

Manchmal ist es nicht unbedingt ein Problem, mitten in der Nacht aufzuwachen. Wenn man jedoch häufig nachts aufwacht, sollte man versuchen, dies zu beheben.

Es gibt Schritte, die man unternehmen kann, um das Aufwachen mitten in der Nacht zu beenden, wie z.B. geeignete Änderungen des Lebensstils, Suche nach geeigneteren Medikamenten und Behandlung von Grunderkrankungen.

Ausreichend guten Schlaf zu haben, ist wesentlicher Bestandteil eines gesunden Lebens.

 

Verwandter Artikel:

Schlaflosigkeit: Alles, was man darüber wissen sollte

Verweise:

 

Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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