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Dieser „geniale“ Arzt macht aus 1 Beatmungsgerät 9 mit Hilfe von YouTube Videos

Coronavirus

Dieser „geniale“ Arzt macht aus 1 Beatmungsgerät 9 mit Hilfe von YouTube Videos

Not macht erfinderisch. Innerhalb von nur zehn Minuten setzte Dr. Alain Gauthier zusätzliche Schläuche an einem Beatmungsgerät ein, um die Anzahl der Patienten zu multiplizieren, die beatmet werden können.

Während die Gesundheitseinrichtungen auf der ganzen Welt weiterhin mit einem allgemeinen Mangel an Hilfsgütern zu kämpfen haben, um ihnen bei der verheerenden Coronavirus-Pandemie zu helfen, ist es einem Arzt in Kanada gelungen, mit ein wenig Kreativität, Einfallsreichtum und einer von YouTube inspirierten Idee künftigen Patienten zu helfen.

Dr. Alain Gaithier, Anästhesist am Bezirkskrankenhaus Perth and Smiths Falls in Ontario, war besorgt über die Aussicht, dass das einzige Beatmungsgerät seines ländlichen Krankenhauses wahrscheinlich kaum die Last tragen kann, die der CoViD-19-Ausbruch mit sich bringen könnte.

So hat Gauthier, der 2006 in Atemmechanik promoviert hat, eine Idee der amerikanischen Ärzte Greg Neyman und Charlene Babcock übernommen, um die Kapazität eines einzelnen Beatmungsgeräts zu vervielfachen. Laut CBC wurde die Idee zunächst nach der Massenschießerei in Las Vegas mit ihren zahlreichen Opfern im Jahr 2017 erfolgreich getestet. Babcock erstellte schließlich ein Video mit Anleitungen, in dem erklärt wird, wie die Heimwerker-„Aufrüstung“ funktioniert.

Innerhalbvon  nur zehn Minuten setzte Dr. Alain Gauthier zusätzliche Schläuche ein, um die Anzahl der Patienten zu erhöhen, die mit dem Beatmungsgerät betreut werden können.

Das System funktioniert so, dass die beiden gleichzeitig an das Beatmungsgerät anzuschließenden Patienten ungefähr gleich groß sein und etwa die gleiche Lungenkapazität haben müssen. An dem einen Beatmungsgerät werden zunächst mehrere Schläuche angebracht, und es wird dann mit einem Mehrfachen seiner normalen Leistung betrieben.

Obwohl es unvollkommen ist, sagte Gauthier: „Wenn es das letzte Mittel ist, bin ich bereit, es zu einzusetzen.“

Gauthiers Kollege Alan Drummond teilte aufgeregt Bilder des so aufgerüsteten Beatmungsgeräts auf Twitter und nannte Gauthier scherzhaft „ein schlimmes Genie“.

Er schrieb dazu [übersetzt:]  In zehn Minuten erhöhte das böse Genie, einer unserer Anästhesisten (mit einem Doktortitel in Zwerchfellmechanik), die Beatmungskapazität unseres ländlichen Krankenhauses von eins auf neun !!!

Drummond, ein Notarzt im Krankenhaus, sagte desweiteren, dass er gegen das derzeitige Gebot der sozialen Distanzierung verstoßen habe, um seinen Kollegen fest zu umarmen.

Selbst Tesla-Milliardär Elon Musk drückte seine Bewunderung für Gauthiers Bemühungen aus und kommentierte in einem Tweet, dass es ein „interessanter Beitrag“ sei.

Musk merkte desweiteren an, dass es vielleicht eines Tages zu einem effektiveren System führen könnte, um sicherzustellen, dass die Patienten atmen. Er fuhr fort:

„Ein einziger Computer, eine einzige Pumpe und ein einziger Druckakkumulator wären für mehrere Patienten in Ordnung, idealerweise aber individuelle Ventile pro Patient, um die Pflege zu personalisieren und das Risiko von Querströmungen zu vermeiden.“

[übersetzt:] „Bauen Sie einen großen Zentralventilator, mehrere Abzweigungen/Leitungen mit Einwegwerten/-reglern, um den Druck zu regulieren und eine Vermischung zu verhindern.“

Für Gauthier ist sein neu gewonnener Ruhm jedoch das Letzte, was ihn in einer ländlichen Region kümmert, in der viele der 60.000 Menschen, die vom Krankenhaus versorgt werden, älter sind oder an Krankheiten wie Diabetes und chronischen Lungenkrankheiten leiden.

Er will auch keine Anerkennung für seine Erfindung.

So ziemlich jeder leistet eine Menge Arbeit„, betonte er.

Wie viele Gesundheitssysteme, die mit dem Coronavirusausbruch zu kämpfen haben, befürchten Gauthier und seine Mitarbeiter, dass sie bald gezwungen sein könnten, zu entscheiden, welche kritischen Patienten ein Beatmungsgerät erhalten und welche man schlechterdings sterben lassen muss – ein Dilemma, das er mit seinem aufgerüsteten System vermeidbar machen möchte.

Wir machen uns Sorgen, wir versuchen, uns so gut wie möglich vorzubereiten„, sagte Gauthier.

 

 

Und hier geht’s zu unserem Artikel mit dem Coronavirus-„Live-Tracker“ – die Zahlen in Echtzeit und weltweit

Coronavirus „Live-Tracker“: Echtzeit-Karte zeigt die erschreckende Ausbreitung der Epidemie

 

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Verweis:

 

Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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