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Forscher entdecken, dass das Riechen von Fürzen tatsächlich gesundheitliche Vorteile hat

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Forscher entdecken, dass das Riechen von Fürzen tatsächlich gesundheitliche Vorteile hat

Manche körperliche Funktionen sind mitunter weniger als ansprechend, was dazu führt, dass die Diskussion über sie tabu oder zumindest für viele peinlich ist. Sie zu diskutieren kann jedoch zu viel tieferem Wissen über unseren Körper führen, so dass wir unsere eigene Gesundheit besser verstehen können, was mit Sicherheit kein Tabuthema ist.

Obwohl Blähungen oft der Komödie vorbehalten werden und als unhöflich, grob und unsexy gelten, um es vorsichtig auszudrücken, passieren sie halt. Und das geschieht aus einem bestimmten Grund. Tatsächlich können Fürze so viel über Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden aussagen, dass wir das Thema hier viel offener durchgehen als wir es bislang sonst überall tun.

Was genau sind Fürze?

Außer dass sie lustige, stinkende und manchmal geräuschstarke Ereignissen darstellen, handelt es sich auch um eine Mischung aus verschluckter Luft, die beim Atmen versehentlich in den Verdauungstrakt gelangt und dazu führt, dass die Bakterien im unteren Darmbereich Gas produzieren.

Das Gas entsteht durch den Abbau von Zucker und Stärke, die der Körper nur schwer verdaut. Dieser Abbau erzeugt täglich die Menge von etwa 2 bis 6 Tassen Gas. Sobald es sich aufgebaut hat, muss es jedoch entleert werden. Und dann passiert das Furzen.

Also ist es gut? Ja!

Wenn Du regelmäßig furzst, bedeutet dies, dass Du viel Ballaststoffe zu Dir nimmst und viel Bakterien im Darm hast.

Was die Art des Furzes über Deine Gesundheit aufdeckt

Es gibt viele Arten von Fürzen. Laut, leise, übelriechend. Aber was bedeuten sie alle? Was stinkende Fürze anbetrifft, so ist dieser Geruch das Ergebnis von Schwefelwasserstoff, dem Gas, das entsteht, wenn Dein Körper schwefelhaltige Lebensmittel abbaut. Schwefel kommt in einer Vielzahl von sehr gesunden Lebensmitteln wie beispielsweise Brokkoli, Bohnen und Blumenkohl vor.

Extrem stinkende Fürze könnten indes ein gesundheitliches Problem aufzeigen, dem man Beachtung schenken sollte. Wenn Du beispielsweise Milchprodukte isst und sofort den Drang verspürst, Gas herauszulassen, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass Dein Körper an einer Laktoseintoleranz leidet.

Diese Arten von Fürzen können desweiteren ein Anzeichen für ein chronisches Problem sein, wie z. B. Reizdarmsyndrom, Zöliakie, oder eine Infektion wie Gastroenteritis.

Wenn Deine Fürze geruchlos sind, bedeutet dies, dass sie gesund und normal sind und dass sich lediglich Luft im Körper angesammelt hat und jetzt austritt. Tatsächlich bestehen 99 Prozent eines Furzes aus geruchlosen Gasen. Die restlichen 1 Prozent sind typischerweise schwefelhaltig.

Viel furzen? Das ist in der Regel auch normal, da die durchschnittliche Person in der Regel ungefähr 20 mal am Tag Gas abgibt. Aber wenn Du hartnäckiges Furzen verspürst, das von Unwohlsein, Blähungen oder einem extremen Geruch begleitet wird, leidest Du womöglich an einer Nahrungsmittelallergie.

Übelriechende Fürze und Deine Gesundheit

Wenn es nicht Dein eigener ist, kann der üble Geruch eines Furzes manchmal genügend Anlass sein, einen Raum flugs zu verlassen. Und wenn es so ist, kann man irgendwie damit umgehen. Und dafür muss man sich nicht schämen. In der Tat kann das Riechen Deiner eigenen Fürze gut für Dich sein! Es gibt eine Verbindung in Fürzen, die Schwefelwasserstoff genannt wird und ihnen den Gestank nach faulen Eiern verleiht, und sie kann tatsächlich gut für Deine Gesundheit sein.

Eine kleine Studie ergab, dass der Geruch von Fürzen, oder Schwefelwasserstoff, einige unglaubliche gesundheitliche Vorteile haben kann, wie zum Beispiel der furzenden Person zu einem längeren Leben zu verhelfen, während der Geruch sogar Demenz unterdrücken kann. An Fürzen zu riechen, kann auch bei Herzerkrankungen, Diabetes und Arthritis helfen. Laut den Wissenschaftlern gilt hier: je stinkender, desto besser.

Aber wie kann das sein? Es dreht sich bei dieser Frage alles um das Ökosystem in unserem Darm. Der Studie zufolge, wenn Du furzst, hilfst Du Dir selbst.

„Wenn Zellen durch Krankheiten gestresst werden, ziehen sie Enzyme ein, um winzige Mengen Schwefelwasserstoff zu erzeugen. So bleiben die Gefäße in Bewegung, und die Zellen können leben. Geschieht dies nicht, sterben die Zellen ab und verlieren die Fähigkeit, das Überleben zu regulieren und Entzündungen zu kontrollieren.“

Der Forscher Dr. Mark Wood erklärte dazu:

„Obwohl Schwefelwasserstoff eigentlich als stechendes, übelriechendes Gas in faulen Eiern und Blähungen bekannt ist, wird es auf natürliche Weise im Körper produziert und könnte in der Tat ein wahrer Held im Gesundheitswesen sein, der erhebliche Auswirkungen auf zukünftige Therapien für eine Vielzahl von Krankheiten hat.“

Eine kleine lustige Tatsache zum Schluss? Furzgeräusche werden tatsächlich durch das Flattern der Pobacken erzeugt, nicht durch den Furz selbst.

 

Verweise:

Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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