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Neue Studie: Ernährungsweise mit hohem Anteil an tierischem Protein erhöht das Risiko eines frühen Todes um 75%

Ernährung

Neue Studie: Ernährungsweise mit hohem Anteil an tierischem Protein erhöht das Risiko eines frühen Todes um 75%

Die Fakten: Eine im Fachjournal Cell Metabolism veröffentlichte Studie zeigt einen starken Zusammenhang zwischen dem Verzehr von tierischem Protein und einem vorzeitigen Tod aus allen Gründen, einschließlich multipler Krebserkrankungen und Typ-2-Diabetes.

Zum Nachdenken: Wurden wir womöglich vom gigantischen Lebensmittelmarketing nur für Profitzwecke in die Irre geführt? Sind wir wirklich nicht darauf ausgelegt, so viel Fleisch, oder überhaupt Fleisch, zu essen?

Sind wir als Menschen dazu entwickelt, Fleisch zu essen? Laut Dr. Christina Warinner, Mikrobiologin, Anthropologin und Professorin in der Abteilung für Archäogenetik am Max-Planck-Institut für die Wissenschaft der Menschheitsgeschichte, lautet die Antwort Nein, und wir sind es demnach nicht.
In einem ihrer TEDx-Vorträge heißt es: „Der Mensch weist keine speziellen genetischen anatomischen oder physiologischen Anpassungen an den Konsum von Fleisch auf. Im Gegensatz dazu haben wir viele Anpassungen an den Verzehr von pflanzlichen Stoffen“.
Sie wurde auch in dem kürzlich veröffentlichten Dokumentarfilm The Game Changers gezeigt, in dem sie genau die gleiche Erklärung abgibt.
Dies soll kein Aufruf zu wissenschaftlichem Autoritätsglauben sein, doch macht es Sinn, hier auf gründlich recherchierende Personen hinzuweisen, die einen soliden Beweis für ihre Hypothese liefern.

Eine im Fachjournal Cell Metabolism veröffentlichte Studie zeigt einen starken Zusammenhang zwischen dem Verzehr von tierischem Protein und einem vorzeitigen Tod aus allen Gründen, einschließlich multipler Krebserkrankungen und Typ-2-Diabetes.

Eine 2014 im Fachjournal Cell Metabolism veröffentlichte Studie ergab, dass eine proteinreiche Ernährung in hohem Maße mit einem um 75 Prozent erhöhten Risiko eines frühen Todes aus sämtlichen Gründen in Zusammenhang steht. Es wurde zudem festgestellt, dass eine eiweißreiche Ernährung das Risiko eines vorzeitigen Todes bei den meisten Krebsarten sowie bei Typ-2-Diabetes um 400 bis 500 Prozent erhöht.

Interessanterweise wurden solche Zusammenhänge mit tierischem Eiweiß festgestellt, während „diese Zusammenhänge entweder aufgehoben oder abgeschwächt wurden, wenn die Proteine pflanzlichen Ursprungs waren“.

Die Forscher der Studie stellen fest:

„Wenn der prozentuale Anteil der Kalorien aus tierischem Eiweiß begrenzt wurde, war der Zusammenhang zwischen Gesamteiweiß und der Gesamt- oder Krebssterblichkeit eliminiert bzw. signifikant reduziert, was darauf hindeutet, dass tierische Proteine für einen erheblichen Teil dieser Zusammenhänge ursächlich sind. Bei einer Regelung der Wirkung von pflanzlichem Eiweiß gab es keine Veränderung der Assoziation zwischen Eiweißaufnahme und Sterblichkeit, was darauf hinweist, dass ein hoher Gehalt an tierischen Proteinen die Mortalität fördert und nicht, dass pflanzliche Proteine etwa eine schützende Wirkung haben.“

Es ist wichtig zu beachten, dass dies nicht die einzige Studie ist, die auf solch starke Zusammenhänge hinweist. Diese neue Studie hat zum Beispiel herausgefunden, dass Menschen, die tierisches Eiweiß gegessen haben, einen 60-prozentigen Anstieg von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erfahren, während Menschen, deren Proteinquelle Pflanzen waren, eine 40-prozentige *Reduktion* von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erleben. Es war eine weitere große Studie, bei der 81.000 Menschen analysiert wurden. Pflanzenprotein schützte gegen Herz- und Gefäßerkrankungen, während sämtliches Fleisch zu einer Steigerung führte.

Über dieses Thema ist viel geschrieben worden, und hier sollte nun viel detaillierter vorgegangen werden. Die Inspiration, diese Informationen zu veröffentlichen, kam nach dem Betrachten des Dokumentarfilms The Game Changers. Er enthält definitiv viele interessante Informationen, die über die Wissenschaft hinausgehen.

Er befasst sich mit vielen Problemen, beispielsweise woher B12 wirklich stammt und wie pflanzliche Lebensmittel alle essentiellen Aminosäuren enthalten, und er enthält weitere interessante Fakten, die nicht besonders bekannt sind.
Eine aufschlussreiche Erkenntnis war, dass viele der Studien, die Fleisch, Eier und Milchprodukte als gesund und notwendig propagieren, überwiegend von den Lebensmittelkonzernen selbst finanziert werden.
Viele dieser Lebensmittelunternehmen und -verbände haben tatsächlich ein Unternehmen namens ‚Exponent‘ engagiert, um Forschungsarbeiten durchzuführen und zu veröffentlichen.

Interessant ist, dass es sich bei Exponent Inc. um das gleiche Unternehmen handelt, das Forschungen veröffentlicht hat, die den Zusammenhang zwischen Zigaretten (Tabak) und Krebs in Abrede stellen. Tatsächlich hat Exponent seit mehr als 50 Jahren zahlreiche Studien erstellt, welche die Gesundheitsrisiken von Quecksilber (DDT) in Frage stellen, ebenso von Glyphosat, Arsen, Formaldehyd. Alkohol, PCB’s, die Umweltbelastung durch Öl … und die Liste setzt sich fort.
Es scheint, dass sie dasselbe auch beim Thema Fleischverzehr tun.

 

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Verweise:

Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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