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Deutet die Form von Früchten wirklich darauf hin, dass sie gut für das jeweilige Organ ist, dem sie ähnelt?

Ernährung

Deutet die Form von Früchten wirklich darauf hin, dass sie gut für das jeweilige Organ ist, dem sie ähnelt?

Nichts könnte womöglich schöner oder poetischer sein, als wenn ein Heilmittel tatsächlich so aussieht wie das Organsystem, das es im Körper nährt und heilt.

Während es gemeinhin als bloßer Zufall oder ein Akt außergewöhnlicher Zufälligkeit angesehen wird, fällt es schwer, das exquisite Design der Walnuss anzuerkennen, deren  schädelartige Schale das fettsäurereiche, doppel-halbkugelförmige „Gehirn“ der Nuss umfasst, ohne die Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, dass Mutter Natur hier Bild, Bedeutung und ein hohes Maß an koevolutionärer Unbeliebigkeit in die natürliche Ordnung der Dinge eingebracht hat, es sich also um eine „bewusste“ Formgebung handeln könnte.

Die Walnuss scheint tatsächlich mehr Vorteile für unser Gehirn zu bieten als jede andere Frucht oder Gemüse.

Von Walnüssen ist bekannt, dass sie überproportional viele Fettsäuren enthalten, insbesondere das EPA/DHA-Omega-3-Fettsäuresubstrat Alpha-Linolensäure, welches das Gehirn für eine optimale Gesundheit benötigt. Darüber hinaus enthalten Walnüsse bekannte nervenschützende Verbindungen wie Gallussäure, Vitamin E-Isomere, Melatonin, Folsäure und Polyphenole. Zufall, oder doch Mutter Natur, die einen so offensichtlichen Hinweis gibt, dass wir dumm sein müssten, um ihn zu übersehen?

Oder man betrachtet die bemerkenswerte Granatapfelfrucht, die auf der ganzen Welt als ein regeneratives, fruchtbarkeits- und wohlstandsförderndes Nahrungsmittel von tiefer kultureller und mythologischer Bedeutung geschätzt wird. Erstaunlicherweise ähnelt Granatapfel nicht nur dem Eierstock eines Säugetiers, sondern ist buchstäblich der fruchtbare Eierstock einer Granatapfelpflanze, der einige der gleichen Hormone (z. B. Östron und Testosteron) produziert, die normalerweise nur Tiere produzieren, und die sogar ihre Funktion ersetzen können, wenn man durch Entnahme der Ovarien im experimentellen Modell die weibliche Menopause, d.h. die sogenannten Wechseljahre, auslöst.

 

 

 

 

 

 

In diesen Beispielen spiegelt sich ein Phänomen wider, das einst als Teil der „Lehre der Signaturen“ beschrieben wurde. Dieses Konzept reicht mindestens 500 Jahre zurück, in die Zeit von Parcelsus (1491–1541), und besagt: „Die Natur kennzeichnet jedes Wachstum … entsprechend seinem heilenden Nutzen.“  Während dieses Konzept in der Antike mitunter zu wörtlich genommen wurde und oberflächliche Ähnlichkeiten zwischen Pflanzen und menschlichen Organen häufig als von erheblichem medizinischem Wert angesehen wurden, steckt zweifelsohne noch tiefe Weisheit in alten medizinischen Texten, Konzepten und Praktiken.

 

Wir möchten uns darauf konzentrieren, unsere intuitiven Fähigkeiten und direkten Erfahrungen im Bereich der Naturmedizin durch von Experten überprüfte wissenschaftliche Forschung zu unterstützen, und dazu gehört auch die Validierung einiger der „poetischeren“ Konzepte wie beispielsweise die genannte „Lehre der Signaturen“, welches die meisten heutigen Mediziner als „magisches Denken“ abtun, oder mit denen sie in ihrer Ausbildung nie zu tun hatten. Wir könnten uns einem goldenen Zeitalter der gegenseitigen Bestätigung nähern, in dem sich die alte und die neue Welt treffen, um sich gegenseitig zu stützen und letztendlich das Bewusstsein zu stärken, dass Naturheilung und Selbstheilung der einzige vernünftige und lohnende Weg sind, zumindest wenn es um die nicht-akute medizinische Versorgung geht.

Granatapfel: Heilmittel für Eierstöcke, Herz und Blut

Der Granatapfel ist ein außergewöhnliches Beispiel für ein Lebensmittel im Zusammenhang mit der außergewöhnlichen Lehre der Signaturen, da es mehreren Organsystemen ähnelt und diese heilt. Granatapfel ist nicht nur ein Pflanzeneierstock, der die Eierstöcke von Tieren stützt, nährt und heilt, sondern er sieht auch aus wie ein Herz und „blutet“ einen erstaunlichen, adstringierenden Saft, der bei jedem der ihn einmal gekostet hat, ein außergewöhnlich reines Gefühl im Mund hinterlässt. Die Mundhöhle ist bezeichnenderweise mit genau demgleichen Epithelgewebe ausgekleidet, welches sich im Inneren der Blutgefäße befindet (Endothel). Der gleiche Reinigungseffekt, den man im Mund schmecken und spüren kann, tritt auch in unseren Arterien ein. Aus diesem Grunde konnte klinisch nachgewiesen werden, dass Granatapfel die Bildung von Plaque in den Arterien innerhalb weniger Monate nach dem Verzehr umkehrt. Man stelle sich einmal vor, was wohl passieren würde, wenn die Millionen von Patienten, die Präparate ohne jeglichen Nutzen für die Herz-/Kreislauf-Gesundheit nehmen, stattdessen Granatapfel konsumieren würden? Wenn Nahrung als Medizin eingesetzt würde, könnten wir tatsächlich eine Verlangsamung und vielleicht sogar Rückbildung der sich immer weiter ausbreitenden globalen Herzkrankheitsproblematik erreichen.

Der blutähnliche Saft des Granatapfels wurde klinisch auf seine gesundheitliche und vitalitätssteigernde Wirkung hin untersucht.
Eine 2014 im Journal of Applied Physiology, Nutrition and Metabolism veröffentlichte Studie mit dem (übersetzten) Titel „Auswirkungen von Granatapfelextrakt auf den Blutfluss und die Laufzeit bis zur Erschöpfung“ ergab, dass die akute Einnahme von Granatapfelextrakt 30 Minuten vor dem Training den Gefäßdurchmesser und den Blutfluss erhöhte und die Ermüdung während des Trainings hinauszögerte Die Gruppe, die Granatapfel zu sich genommen hatte, stellte ebenfalls einen signifikanten Anstieg ihrer Vitalität nach Beendigung der körperlichen Belastung fest.

Nach dem Verzehr von Granatapfelsaft sollte jeder das Gefühl einer erhöhten Durchblutung feststellen können, selbst wenn man skeptisch sein könnte, ob sich innerhalb nur einer Dosis Granatapfel wirklich signifikante Unterschiede im Blutfluss einstellen können.  Bemerkenswerterweise wurde festgestellt, dass auch eine andere „blutähnliche“ Flüssigkeit, nämlich der Saft von Roter Beete, blutunterstützende Eigenschaften aufweist. In einer kürzlich durchgeführten Studie ergab eine Einzeldosis Rote-Beet-Saft innerhalb von 90 Minuten eine Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeit. Die Forscher führten dies auf seine Fähigkeit zurück, die Blutflussdynamik (hämodynamische Reaktion) im vorderen Gehirnfeld positiv zu beeinflussen. Einer der identifizierten Mechanismen ist das Vorhandensein von Nitraten im Saft von Roter Beete, die eine blutgefäßerweiternde Wirkung haben.

Für diejenigen, die mehr Informationen über die Lehre der Signaturen suchen, bietet der Kräuterkenner Mathew Wood in einem Artikel unter dem Untertitel ‚The Forces of Nature and the Creation of Signatures‘ [übersetzt: Die Kräfte der Natur und das Entstehen von Signaturen‘] wichtige Einblicke:

„Jede Pflanze ist eine fein abgestimmte Reaktion auf Umweltstress – genau der gleiche Stress, mit dem Menschen fertig werden müssen, um gesund zu bleiben. Das breite Spektrum an chemischen Verbindungen in der Pflanze sowie ihre Form, Farbe und Umwelteinflüsse sind Anpassungen an Stress. Die Pflanze wurde als Reaktion auf Stress geformt. Es gibt keinen Grund für zusätzliche Chemikalien, Farben oder extravagante Formen. Sie ist ein Überlebender, und was die Pflanze für sich selbst tun kann, kann sie uns auch als Medizin vermitteln. Der Philosoph Rudolf Steiner hat einst darauf hingewiesen, dass die gleichen Kräfte, die Krankheiten im Menschen verursachen, die Veränderung der Pflanze verursachen. Somit sind die „Veränderungen“ oder Formen und Farben, ganz zu schweigen von der Umweltnische, in der die Pflanze lebt, „Signaturen“, welche die Belastungen und Krankheiten aufzeigen, denen die Pflanze entgegenwirkt.

Es gibt zudem noch eine tiefere Erkenntnis. Die Lehre von den Signaturen bringt uns bei, Krankheiten und Heilmittel in einem „charakterologischen“ Sinne oder als spezifische Muster bzw. Identitätsmuster zu betrachten, die sich als Reaktion auf Stress bilden. Jedes besitzt seine eigene Logik und Nachricht. Diese Reaktionen führen zu Mustern oder „Signaturen“, die wir sowohl in der Pflanze als auch in der Person lesen lernen müssen.“

 

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Verweise:

Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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