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Forscher entdecken Methode zur Sterilisation und Wiederverwendung von FFP2-Atemschutzmasken

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Forscher entdecken Methode zur Sterilisation und Wiederverwendung von FFP2-Atemschutzmasken

Während das Gesundheitspersonal weiterhin mit einem Tsunami von mit CoViD-19 infizierten Patienten zu kämpfen hat, stehen sie einem kritischen Mangel an FFP2-Gesichtsmasken gegenüber, die das Virus blockieren sollen.

Einige Krankenhäuser verbrauchen derzeit rasch 40.000 FFP2-Masken pro Tag.
Eine FFP2-Maske oder N95-Atemschutzmaske ist eine Schutzmaske für Partikel mit einem Filter, der die N95-NIOSH-Luftfilterklasse erfüllt, d.h. sie filtert mindestens 95% der Schwebeteilchen, ist aber nicht ölbeständig. Es ist die am häufigsten verwendete Atemschutzmaske mit Partikelfilterung für das Gesicht. Diese Art von Atemschutzmaske schützt vor Partikeln, aber nicht vor Gasen oder Dämpfen.
Die FFP2-Maske erfordert ein feines Netz aus synthetischen Polymerfasern, die in einem hochspezialisierten Verfahr hergestellt werden und die innere Filtrationsschicht bilden, die gefährliche Partikel herausfiltert.

 

 

Manche Einrichtungen wie das NewYork-Presbyterian Hospital in den USA verbrauchen derzeit nicht weniger als 40.000 FFP2-Masken pro Tag. Der Chef der Chirurgie geht davon aus, dass diese Zahl mit der weiteren Ausbreitung der Coronavirusepidemie auf gar 70.000 pro Tag ansteigen wird, so berichtet die Zeitung amNewYork.

Jetzt sagen Forscher der Duke Universität in Durham, North Carolina, dass sie eine Methode entdeckt haben, um benutzte Masken zu dekontaminieren und wiederzuverwenden, was eine wichtige „Lebensversicherung“ für das medizinische Personal an vorderster Front darstellt, das mit den stetig zunehmenden Fällen an Erkrankungen durch das neuartige Virus fertig werden muss.

Wissenschaftler verwenden spezielle Geräte, um Wasserstoffperoxid zu verdampfen, und durchdringen die Schichten der FFP2-Masken mit einem Reinigungsaerosol, das Keime, einschließlich Viren, abtöten kann, ohne die in den wertvollen Masken verwendeten Materialien zu beeinträchtigen.

Bisher wurden in North Carolina mindestens 763 Fälle von CoViD-19 und drei Todesfälle gemeldet. Und während der Staat ingesamt noch nicht mit dem Ausmaß der Krise wie in den Krisengebieten in New York City, Kalifornien oder Italien konfrontiert ist, hofft das medizinische Personal im Bundesstaat darauf, der Entwicklung voraus zu sein.

Die Erhaltung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) wie beispielsweise FFP2-Masken, die ansonsten entsorgt würden, hilft ihnen dabei, dieses Ziel zu erreichen.

Forscher von Duke Health bestätigen eine Methode zur Dekontamination und Wiederverwendung knapper FFP2-Gesichtsmasken, einer wichtigen persönlichen Schutzausrüstung für Gesundheitsteams an vorderster Front, die Patienten mit COVID-19 betreuen.

Die Dekontaminationstechnologie und -methode wurde seit langem vom Biocontainment-Labor von Duke Health verwendet, doch die Anwendung auf die typischen Einweg-FFP2-Masken hatte man bis zur gegenwärtigen Krise nicht in Betracht gezogen.

Dr. Matthew Stiegel, Direktor des Amtes für Arbeitssicherheit und Umweltsicherheit, sagte dazu:

„Wir hatten nie daran gedacht, es für so etwas wie Gesichtsmasken zu brauchen. Aber wir haben jetzt bewiesen, dass es funktioniert und werden die Technologie sofort in allen drei Duke Health-Krankenhäusern einsetzen.“

Die Anwendung von Wasserstoffperoxid auf kontaminierten FFP2-Masken wurde 2016 von Forschern getestet und veröffentlicht, aber das Verfahren ist seither nicht allgemein angewandt worden. Duke hat es jedoch geschafft, eine Passformprüfung in den Reinigungsprozess einzubeziehen, um sicherzustellen, dass die Masken für alle Größen gereinigt werden können, was zuvor noch nicht möglich war.

Laut Dr. Monte Brown, Vizepräsident für Verwaltung des Gesundheitssystems der Duke Universität, plant man bei Duke, die Protokolle für die Technik in allen internationalen Gesundheitssystemen auf breiter Basis bekannt zu machen. Die für den Prozess benötigte Ausrüstung steht bereits vielen Krankenhäusern und Pharmaunternehmen zur Verfügung.

 

 

In einer Erklärung von Duke Health sagte Brown:

„Wir können vor unsere Mitarbeiter treten und mit Zuversicht sagen, dass wir eine erprobte Dekontaminationsmethode anwenden. Dieses Verfahren hat sich seit Jahren bewährt. Dies allein wird das Problem zwar nicht lösen, aber wenn wir und andere somit Masken auch nur ein- oder zweimal wiederverwenden können, wäre dies angesichts der derzeitigen Engpässe ein großer Vorteil.“

 

 

 

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Coronavirus „Live-Tracker“: Echtzeit-Karte zeigt die erschreckende Ausbreitung der Epidemie

 

 

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Verweise:

Wichtig: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von medizin-heute.net können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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